Peter Belart

Anlässlich der ausserordentlichen Gemeindeversammlungen vom 26. August resultierten
in Oberflachs, Schinznach-Bad

und Schinznach-Dorf ganz klare zustimmende Mehrheiten, während die Stimmberechtigten von Villnachern dem Zusammenschluss der vier Gemeinden mit 125 Nein gegen 110 Ja eine Abfuhr erteilten. Wenige Tage nach Publikation dieses Entscheids formierte sich eine Gruppe Villnacherer unterschiedlichen Alters und beiderlei Geschlechts, die es dabei nicht bewenden lassen wollten. Eine Referendumsabstimmung sollte Auskunft geben über den tatsächlichen Willen der Bevölkerung von Villnachern: allein oder gemeinsam in die Zukunft?

Mindestens 300 Unterschriften

Aus der Gemeindekanzlei war damals zu vernehmen, dass rund 270 gültige Unterschriften gesammelt werden müssen. Die Initianten setzten sich aber zum Ziel, mindestens 300 aufzubringen, dies nicht zuletzt deswegen, weil die Rechtmässigkeit jeder einzelnen Unterschrift überprüft werden muss. Es dürfen nämlich nur stimmberechtigte Einwohnerinnen und Einwohner von Villnachern unterschreiben. Minderjährige oder Auswärtige dürfen die Bögen nicht unterzeichnen. Ebenfalls sind Mehrfachunterschriften unzulässig.

Alles deutet nun darauf hin, dass das Referendum tatsächlich zustande kommt. Schon vor Ablauf der Sammelfrist gaben die Initianten bekannt: «Rolf Schären vom Referendumskomitee konnte weit mehr als die angestrebten 300 Unterschriften auf der Gemeindekanzlei übergeben. Somit steht der Ratifizierung des Referendums und der Urnenabstimmung am 24./25. Oktober nichts mehr im Weg.» Die offizielle Bestätigung darf in dieser Sache bereits Mitte nächster Woche erwartet werden.

Viele gute Gespräche

Das Referendumskomitee zeigt sich über den Erfolg der Bemühungen ausserordentlich erfreut. Dies umso mehr, als nach Aussage von Willi Kohler die Sammlung der Unterschriften viele gute Gespräche auslöste. Offensichtlich hat sich eine grosse Zahl von Villnacherern in dieser Zeit sehr ernsthafte
Gedanken gemacht über den erwünschten Weg ihrer Gemeinde in die Zukunft. Nochmals Kohler: «Wir hoffen nun für den Urnengang auf eine sehr hohe Stimmbeteiligung, die der Bedeutung dieser Vorlage Rechnung trägt.»

Weitere Einzelheiten unter www.referendum5213.ch.to