Das «neue» Tägi geht in die zweite Phase
Das «neue» Tägi geht in die zweite Phase

Vier Planungsteams wurden für die zweite Stufe zur Modernisierung des Wettingen Tägi ausgewählt. Sie haben in der ersten Phase des Projekt-Wettbewerbs am besten abgeschnitten.

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Tägi Wettingen

Tägi Wettingen

Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern

Dieter Minder

Wem es momentan zu heiss ist, der findet im Tägi-Gartenbad Wettingen angenehmste Abkühlung. Darauf müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von 4 Planungsbüros verzichten. Um wen es sich dabei handelt, darf nicht bekannt gegeben werden. «Der Wettbewerb ist anonym», sagt Gemeindeammann Markus Dieth. Ebenso bleiben die von den Büros ausgearbeiteten Projekte noch unter Verschluss.

Fitnesskur für Sportzentrum

Die Gemeinde Wettingen hatte ihr «Sport- und Erholungszentrum Tägerhard» um 1974 in Betrieb genommen. Inzwischen hat sich die Anlage als «Sport-, Kongress- und Messezentrum Tägi» etabliert. Doch die über 30 Jahre alten Bauten weisen Mängel auf. Mit einem umfassenden Projekt will die Gemeinde ihr Tägi modernisieren und ausbauen (Zeitplan siehe oben). Um zu einem realisierbaren Projekt zu kommen, hatte der Gemeinderat ein umfangreiches Planungsverfahren eingeleitet. Angefangen wurde mit einer Machbarkeitsstudie.

Mit dieser wurde gezeigt, was überhaupt möglich ist: Sporthotel, Eishalle, Wellnessbereich, Traglufthalle über dem 50-m-Becken und S-Bahn-Haltestelle. Basierend auf der Machbarkeitsstudie wurde der zweistufige Wettbewerb ausgeschrieben. Im Rahmen der Präqualifikation hatten sich 35 Planungsbüros für die Phase 1 des Wettbewerbes angemeldet. 10 Büros wurden von der Jury zum Wettbewerb zugelassen. Die Jury besteht aus Preisrichtern verschiedener Fachrichtungen sowie Fachexperten. Darunter sind Vertreter des Kantons und der Region Baden-Wettingen.

Ein 80-Millionen-Projekt

Aus den Vorschlägen der 10 Planungsteams wurden dann die 4 Planungteams ausgewählt, deren Projekte am meisten versprechen. «Damit ist die Phase 1 beendet, jetzt beginnt die Phase 2», sagt Dieth. Das ist für die Planungsteams die wirklich heisse Phase, denn dasjenige, das den Wettbewerb gewinnt, kann eines der bedeutenden Sport- und Messezentren modernisieren.

Vorausgesetzt natürlich, dass die Wettingerinnen und Wettinger das notwendige Geld, rund 80 Millionen Franken, zur Verfügung stellen. Diese Zahl stammt aus der Machbarkeitsstudie. Alle zehn Büros hatten Vorschläge in diesem Preisbereich gemacht. «Das zeigt, dass wir nicht so schlecht liegen», sagt Dieth.

Die Gemeinde beschränkt sich nicht nur auf die architektonischen Aspekte. «Jetzt werden auch Betreibermodelle und Businesspläne ausgearbeitet», sagt Dieth. Zusätzlich werden die Projekte mit Stärken- Schwächen-Analysen durchleuchtet. Alle Massnahmen sind darauf ausgelegt, dass schon zu Beginn der Projektierung, im Jahre 2011, grösstmögliche finanzielle Sicherheit besteht.

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