Auenstadt
Das Konzept Auenstadt Aarau wird noch einmal überarbeitet

Die SP Aarau muss ihr Konzept «Auenstadt Aarau» überarbeiten. Vertreter von Parteien und Umweltorganisationen kritisieren am Konzept unter anderem die Finanzierung und den Standort des Besucherzentrums.

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Auenstadt noch nicht reif

Auenstadt noch nicht reif

Irena Jurinak

Rund 15 Stellungnahmen von Ortsparteien und Umweltorganisationen sind zum Konzept «Auenstadt Aarau» eingegangen, das die SP Aarau vergangenen Herbst vorgestellt hatte. Sie muss das Konzept nun nochmals überarbeiten.

An einer ersten Orientierung suchte die SP jetzt mit Vertretern von Parteien, Behörden und Umweltorganisationen das Gespräch. Die Anwesenden kritisierten den ins Spiel gebrachten Standort für das Auenzentrum, wo Besucher Informationen finden sollen. Einerseits sei es im Gebäude der Jura-Cement-Fabrik zu gross dimensioniert, zudem sei es auf der Zurlindeninsel am falschen Ort.

Gefährdet Auenstadt Umweltschutz?

Für Projektverfasser und SP-Grossrat Peter Jean-Richard sind mehrere Möglichkeiten für das Informationszentrum denkbar. «Möglich wäre, nur im Naturama über den Auenschutzpark zu informieren. Wir könnten uns aber auch Schautafeln mit oder ohne Sitzgelegenheiten vor Ort vorstellen, vielleicht sogar Tafeln am Staffeleggzubringer.» Aufgrund der 1993 angenommenen kantonalen Volksinitiative «Auenschutzpark» stellt der Kanton die Auengebiete im Aargau wieder her.

Auf Aarauer Gebiet liegen grosse Flächen des Parks. Darum soll Aarau gemäss dem Konzept der SP den Erhalt der Auen koordinieren. Inte-resse am Konzept hätten laut Jean-Richard auch Vertreter des Juraparks und des Vereins Aarau Standortmarketing gezeigt, weil es für Erholungs- und Wohnqualität stehe. Die Frage, wie sehr die Propagierung einer Auenstadt Aarau jedoch den Naturschutz gefährde, müssen die Projektverfasser ebenfalls nochmals überdenken. «Wenn zu viele Besucher angezogen werden, zerstören sie unter Umständen mehr, als sie für den Schutz der Auenlandschaft sensibilisiert werden», so Jean-Richard.

Bei der Finanzierung geht es darum, dass die Stadt Aarau nicht allein für die Kosten aufkommt. Die SP plant die Äufnung eines Fonds, der aus Einnahmen der Wasserkraftwerke der IBAarau und der NOK finanziert würde.

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