Die EU hat die Schweizer Börsenregulierung nur befristet für ein Jahr als gleichwertig anerkannt – und damit den Bundesrat auf dem falschen Fuss erwischt. Doris Leuthard fand gegenüber Radio «SRF» deutliche Worte: «Verärgert» sei sie. «Aus unserer Sicht wurden hier unverständliche Verknüpfungen mit einem technischen Dossier gemacht», sagt die Bundespräsidentin weiter.

Während zwei Stunden kam heute Donnerstagmorgen der Gesamtbundesrat zu einer ausserordentlichen Sitzung zusammen. Inhalt: Wie reagiert die Schweiz auf das Gebaren Brüssels?

Liveticker: Krisensitzung zur EU

Der Bundesrat wirft der EU Diskriminierung vor

Der Bundesrat wirft der EU Diskriminierung vor

Der Bundesrat hat am Donnerstag in einer Sondersitzung einen Entscheid der EU zur sogenannten Börsenaquivalenz diskutiert. Der EU-Entscheid sei diskriminierend und habe zum Ziel, den Finanzplatz Schweiz zu schwächen, sagte Bundespräsidentin Doris Leuthard. Sie kritisierte auch, dass die EU solche technischen Fragen mit der institutionellen Anbindung der Schweiz an die EU verknüpfe. Der Bundesrat prüft deshalb laut Leuthard Gegenmassnahmen.