Das Freibad steht nicht etwa in einer lawinengefährdeten Zone, sondern mitten in der Bundesstadt. Einen Lawinenfachmann braucht das Bad, damit dieser ein kleines Pistenfahrzeug bedienen darf.

Ein Pistenfahrzeug in einem Freibad ist nun auch nicht eben gängige Praxis, mag man einwenden. Doch des Rätsels Lösung ist die Folgende: das Freibad verwandelt sich im Winter in ein Mikro-Skigebiet.

Mit dem Eisabrieb der Berner Kunsteisbahnen wird für Kinder eine kleine Skipiste präpariert und unterhalten. Ein begehbares Förderband transportiert die Knirpse zum Start auf einem Hügelchen der Freibad-Liegewiese. Von dort können die kleinen "Skikanonen" hinunter sausen.

Beliebtes Pistchen am Schwimmbadhügel

Das kostenlose Angebot ist beliebt. Jeweils am Mittwoch-, Samstag- und Sonntagnachmittag tummeln sich viele Kinder auf dem Pistchen. Damit die Pistenpräparation etwas besser geht, hat die Stadt ein kleines Occasion-Pistenfahrzeug angeschafft, wie Markus Gasser vom Berner Sportamt eine Meldung der "Berner Zeitung" vom Dienstag bestätigte.

Auch wenn das Pistenfahrzeug ebenso klein ist wie die Piste, die gesetzlichen Vorschriften sind einzuhalten. Und diese besagen unter anderem, dass Pistenfahrzeuge nur in Skigebieten verkehren dürfen und die Fahrer einen entsprechenden Kurs absolviert haben müssen, der auch Schnee- und Lawinenkunde beinhaltet.

Nun ist das "Weyerli" also nicht nur das Freibad mit dem grössten Becken, sondern auch ein offizielles Skigebiet mit Lawinenfachmann. Da fehlt eigentlich nur noch ein waschechter Lawinensuchhund mit Fässchen um den Hals.

Die Skisaison im "Weyerli" geht in diesen Tagen übrigens zu Ende. Zu stark scheint die Frühlingssonne und lässt das Skigebiet in der "Badi" dahinschmelzen.