Schulhaus Uitikon

Das fliegende Klassenzimmer

Das Provisorium des Schulhauses Mettlen ist seit Montag im Bau. Heute dürfte der Rohbau fertig gestellt sein: dank Elementbauweise. Nach den Sommerferien wird hier Schule abgehalten.

Flavio Fuoli

Grosse Lastwagen mit mächtigen Elementen befahren die schmale Mettlenstrasse und halten beim ehemaligen, nun aber gerodeten Spielplatz neben dem Schulhaus Mettlen an. Genau die richtige Herausforderung für Kranführer Kevin Hegglin von der Firma Feldmann. Seinen Liebherr MK 80 mit dem 42 Meter langen Ausleger, ein so genannter Mobilbaukran, steuert er mit den Fingerspitzen und grösster Routine.

Wie ein blechernes Raumschiff gleitet das Pavillonelement durch die Luft und wird auf dem oberen Stock an ein bereits befestigtes Element angedockt. Die Arbeiter aus Tschechien fordern vom Kranführer, das Element an einer Ecke leicht anzuheben, sodass sie es mit einer grossen Eisenstange justieren können. Schliesslich soll es ja nicht knarren oder gar hineinregnen, wenn die Schule Uitikon nach den Sommerferien am 17. August das Provisorium in Betrieb nimmt. Sobald es steht, wird das alte Inventar darin untergebracht werden.

Bekanntlich will die Schulpflege das alte Mettlen mit einem Kredit von 8,1 Millionen Franken abbrechen und neu aufbauen. Allerdings kann derzeit nicht gebaut werden, weil sich ein nicht berücksichtigter Bewerber mit einer Beschwerde gewehrt hatte. Nichtsdestotrotz will die Schule der Planungssicherheit wegen das Containerschulhaus beziehen können und - sollte die Beschwerde bald abgewiesen werden - bald mit dem Bau beginnen. Unterdessen hieven die Arbeiter bis heute 34 Elemente zu 2,5 Tonnen zum blechernen Schulhaus zusammen.

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