Mehrere Kantonalparteien sammeln bereits Unterschriften oder haben das Thema für ihre nächste Sitzung traktandiert, wie eine Umfrage der „Schweiz am Sonntag" zeigt. Dazu zählen unter anderen die Kantone Solothurn, Obwalden, Nidwalden, Baselland, Basel-Stadt, Zug und Luzern. Bereits am Mittwoch kündete die SVP Aargau an, eine schärfere Einbürgerungspraxis zu prüfen.

Härtere Einbürgerungen bald schweizweit fertig

Härtere Einbürgerungen bald schweizweit fertig

SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner (AG) rief nur wenige Tage nach dem Wahlerfolg alle kantonalen Parteien dazu auf, eine Initiative nach dem Berner Vorbild zu starten. Sollten die Einbürgerungsinitiativen nicht die gewünschte Verschärfung bringen, steht bereits der neue Vorzeigekämpfer der Partei bereit, berichtet die „Schweiz am Sonntag". Nationalrat Walter Wobmann (SO) würde dann eine umfassende Volksinitiative starten. Dabei sieht er die „Einbürgerung auf Probe" als geeignetes Mittel. Verstösst ein Eingebürgerter in den ersten Jahren gegen das Gesetz, könnte ihm dann der Schweizer Pass wieder entzogen werden. „Der Initiativ-Text steht bereits", sagt Wobmann.