Schweiz

Das Comeback des Genfer Wahrzeichens: Der Jet d'Eau schiesst wieder in die Höhe - das hat auch eine symbolische Bedeutung

Rund zweieinhalb Monate war das Wahrzeichen von Genf ausser Betrieb: Der 140 Meter hohe Jet d'eau.

Rund zweieinhalb Monate war das Wahrzeichen von Genf ausser Betrieb: Der 140 Meter hohe Jet d'eau.

Die 140 Meter hohe Super-Fontäne wird ab dem Donnerstag wieder in Betrieb genommen. Der Springbrunnen war am 20. März wegen der Coronavirus-Pandemie abgestellt worden. Das gefiel vielen Einheimischen nicht.

«Endlich!», dürften viele Genfer sagen. Am Donnerstag um 9 Uhr wird die Genfer Fontäne «Jet d’Eau» wieder in Betrieb genommen. Die Wasserstrahlen schiessen dann wie üblich 140 Meter in den Himmel. Es ist aber viel mehr als nur ein nasser Schuss ins Blaue. Für viele Einwohner hat die Rückkehr der Sehenswürdigkeit im Seebecken einen symbolischen Wert. Denn die Super-Düse wurde Mitte März im Zuge der Corona-Krise abgestellt. So sagte Staatsratspräsident Antonio Hodgers bei der temporären Einstellung: «Auch der Jet d’eau bleibt zu Hause.»

Die Arbeitsverhältnisse im Betriebsraum liessen kein Social-Distancing zu. Eine derart lange Ruhepause hatte der Jet d’eau noch nie. Und so meldeten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger bei der Betreiberin des Jet d’eau, der lokalen Industriewerksfirma SIG, da sie ihr Stadt-Wahrzeichen vermissten (CH Media berichtete). «Wir erhalten täglich Anfragen, Briefe oder E-Mails, die direkt an unseren Direktor oder Präsidenten gerichtet sind», sagte eine Sprecherin kürzlich.

Die Wiederinbetriebnahme dürfte für manche denn auch ein Zeichen der Hoffnung sein, dass das Schlimmste vorbei ist. Die SIG macht deshalb ein kleines Online-Happening daraus. Auf Facebook wird um 9 Uhr das Jet-d’eau-Comeback via Webcam live übertragen. Danach wird der XL-Springbrunnen in der Sommersaison wieder wie gehabt von 9 Uhr bis 23.15 Uhr das Bild der Stadt prägen und 500 Liter Wasser pro Sekunde in die den Himmel schiessen – ausser es kommt zu einer zweiten Corona-Welle.

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