Der Alkoholkonsum sei Bestandteil vieler Betriebskulturen, schreibt das Blaue Kreuz in einer Mitteilung vom Donnerstag. Es zitiert Studien, die belegen, dass zwischen zwei und fünf Prozent aller Arbeitnehmenden in der Schweiz ein Alkoholproblem haben. Nebst den gesundheitlichen Problemen wirke sich übermässiger Alkoholkonsum auch direkt auf die Unternehmen aus.

"Nicht immer gelingt es, eine Suchtproblematik zu erkennen, und noch schwieriger ist es, einen entsprechenden Verdacht anzusprechen", fasst das Blaue Kreuz die Problematik am Arbeitsplatz zusammen. Mit dem neu lancierten Angebot "Alkohol am Arbeitsplatz" will das Blaue Kreuz vor allem die Vorgesetzten schulen.

Die Kurse bestehen aus fünf Modulen und umfassen die gesamte Palette an betrieblicher Suchtprävention: Informationsvermittlung, Schulungsangebote für Mitarbeitende und Vorgesetzte, persönliches Coaching für Führungskräfte und die Erarbeitung von massgeschneiderten Präventionskonzepten gehören dazu.

Ziel all dieser Massnahmen sei es, dass problematischer Alkoholkonsum im beruflichen Umfeld eher erkannt und angesprochen werde. Dadurch werde sowohl persönliches als auch betriebliches Wohlergehen gefördert.