Nach Hinweis

Das Aussendepartement stellt einen Mitarbeiter wegen Kinderpornografie frei

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Das Eidgenössische Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat einen Mitarbeiter vorsorglich freigestellt, wie EDA-Sprecherin Carole Wälti der «NZZ am Sonntag» sagt. Der Mann steht im Verdacht, auf seinem Bürocomputer Kinderpornografie konsumiert zu haben; die Berner Staatsanwaltschaft hat ein entsprechendes Strafverfahren gegen den Mann eingeleitet. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes könne sich das Departement weder zur Person noch zum Verfahren äussern, sagt Wälti.

Fest steht aber, dass der Beschuldigte in Italien für das EDA gearbeitet hat. Den Kinderpornografie-Verdacht hatte die amerikanische Bundespolizei FBI bereits im April 2018 dem Bundesamt für Polizei gemeldet. Dieses leitete die Meldung der Berner Staatsanwaltschaft weiter, die sich wegen des Arbeitsorts des Verdächtigten jedoch auf den Standpunkt stellte, nicht sie, sondern die Bundesanwaltschaft sei für den Fall zuständig. Aber auch diese wollte ihn nicht übernehmen. Deshalb blieb er während mehrerer Monate liegen, bis im Dezember 2018 das Bundesstrafgericht die Berner Staatsanwaltschaft mit den Ermittlungen beauftragte. (CHM)

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