46-Millionen-Jackpot

Darum wird die Schweizer Lotto-Ziehung nicht live übertragen

Die Kugeln für die Ziehung der Lottozahlen (Symbolbild, Archiv)

Die Kugeln für die Ziehung der Lottozahlen (Symbolbild, Archiv)

Wenn am Mittwochabend um 21.40 Uhr die Deutschschweizer Lotto-Spieler gebannt vor dem Fernseher sitzen, hat das Schicksal längst über Glück oder Pech entschieden. Doch warum wird die Lotto-Ziehung nicht live im TV übertragen?

Heute Abend geht es wieder um viel Geld. Nachdem am vergangenen Samstag niemand den grossen Wurf gelandet hat, sind heute 46,3 Millionen Franken im Jackpot. 

Um 21.40 Uhr überträgt «SRF 1» die Ziehung des Schweizer Zahlenlottos. Spätestens um 21.45 Uhr sollte der aufmerksame Fernsehzuschauer also wissen, ob er um 46,3 Millionen Franken reicher ist oder nicht.

Die Lotto-Kugeln werden aber schon früher gezogen. Warum wird die Ziehung nicht live im TV übertragen?

«Die Ziehung war noch nie live», verteidigt sich Swisslos-Mediensprecher Willy Mesmer. Dies sei gar nicht möglich, weil die Sendung in drei verschiedenen Landessendern ausgestrahlt wird. 

Auch technisch sei eine Live-Ziehung undenkbar – zumindest könnten die Resultate nicht gleich verkündet werden. Mesmer: «Zuerst müssen wir mit der ‹Loterie Romande› die Spielbeteiligung und die Gewinnverteilung prüfen. Das braucht seine Zeit.»

In Deutschland war die Lotto-Ziehung bis 2013 immer live. Die Resultate wurden erst nachträglich geliefert.

Dass eine Live-Sendung auch Nachteile hat, beweist die Ausgabe des deutschen Mittwochslottos vom 3. April 2013: Weil das Ziehungsgerät defekt war, blieben zwei Kugeln hängen. Die Resultate mussten für ungültig erklärt und die Ziehung wiederholt werden. Die Gewinner hatten sich zu früh gefreut.

Panne bei Lotto-Ziehung im ZDF

Panne bei Lotto-Ziehung im ZDF

Am 3. April 2013 gab es eine Panne bei der Ziehung des deutschen Mittwochslottos. Zwei Kugeln blieben im Ziehungsgerät hängen.

Rekordjackpot am nächsten Samstag?

Wenn heute Abend wieder niemand die richtigen sechs Zahlen und die Glückszahl trifft, stehen die Chancen gut, dass am kommenden Samstag der Rekordjackpot von 2014 übertroffen wird. Damals gewann ein Glückspilz 48,6 Millionen Franken.

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Autor

Nicola Imfeld

Nicola  Imfeld

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