Alarmübung
Darum blieben so viele Sirenen stumm – nun muss der Test wiederholt werden

Droht eine Staumauer zu brechen, muss die Bevölkerung alarmiert werden. Doch zuletzt funktionierten viele Sirenen nicht.

Merken
Drucken
Teilen
Der Sirenentest dient dazu, die Funktionstüchtigkeit der Alarmierungsmittel zu überprüfen.

Der Sirenentest dient dazu, die Funktionstüchtigkeit der Alarmierungsmittel zu überprüfen.

Keystone

Der nationale Sirenentest Anfang Februar brachte nicht die gewünschten Ergebnisse. Sirenen in mehreren Kantonen blieben unerwartet stumm. Besonders der Wasseralarm machte den Behörden zu schaffen. Dieser wird ausgelöst, wenn eine Staumauer oder ein Staudamm zu brechen droht.

Wie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (Babs) mitteilte, hat der Systembetreiber die Ursache der Störung inzwischen identifiziert. Demnach handelte es sich um einen Software-Fehler, der zu einer Störung des Datenaustauschs führte – weshalb die Sirenen stumm blieben. Die Behörden haben zusammen mit dem externen Betreiber Massnahmen ergriffen, um das System so schnell wie möglich wieder stabil und funktionsfähig zu machen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Seit dem Abend des Sirenentests vom 7. Februar läuft das System wieder im normalen Betriebsmodus. Unabhängig von der technischen Störung des Steuerungssystems sei zudem die Handauslösung der Sirenen jederzeit gewährleistet. Dafür löst eine Person vor Ort mit einem Schlüssel die Sirenen aus.

Sirenen heulen bald wieder

Die Probleme beim Test lagen bei der zentralen Funk- und Radiosignalübertragung des Alarms. Sie wird in der Regel von der zuständigen Kantonspolizei ausgelöst. Die Reparaturarbeiten würden mit hoher Dringlichkeit umgesetzt, heisst es. Danach wird allerdings erneut eine landesweite Übung aller 7200 Sirenen nötig. Wann diese genau stattfindet, konnte das Amt auf Anfrage nicht sagen. Die Übung soll aber noch im ersten Halbjahr stattfinden.

Die Sirenen für den sogenannten allgemeinen Alarm haben gemäss Mitteilung hingegen funktioniert. Sie kommen vor allem lokal zum Einsatz. Zuletzt im Wallis, als im Sportcenter von Verbier ein Grossbrand ausbrach. Die Kantonspolizei warnte vor giftigem Rauch sowie der steigenden Explosionsgefahr. Allgemein gilt: Wer Sirenen hört, sollte das Radio einschalten und den Anweisungen der Behörden folgen. (yno/sda)