Christophe Darbellay
Darbellay über Blanco: «Das sind barbarische Äusserungen»

Heftige Reaktionen nach Nicolas Blanchos gestrigem TV-Auftritt in der «Arena». Für CVP-Parteipräsident Christophe Darbellay haben «Fundamentalisten in der Schweiz nichts zu suchen».

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CVP-Präsident Christophe Darbellay (Archiv)

CVP-Präsident Christophe Darbellay (Archiv)

Keystone

Er betont: «Über dem Koran steht die Bundesverfassung. Nicolas Blancho muss sich von Methoden distanzieren, die mit unserer Rechtsordnung nicht vereinbar sind.» Wäre Blancho ein Ausländer, würde Darbellay für seine Ausschaffung plädieren. Seine Zürcher Parteikollegin Kathy Riklin fordert Blancho klar auf: «Er muss sich von barbarischen Methoden wie der Steinigung der Frau distanzieren, denn in der Schweiz existieren gewisse Wertvorstellungen, an die sich jeder halten muss. Mit seinem Auftritt hat er der muslimischen Glaubengemeinschaft keinen Dienst erwiesen». Schockiert zeigt sich Julia Gerber-Rüegg, Co-Präsidentin SP Frauen Schweiz: «Die Menschenrechte sind nicht verhandelbar. Darum verlange ich von Herrn Blancho, dass er sich von der Steinigung von Frauen klar distanziert.» Als «völlig daneben» wertet Nationalrat Bastien Girod (Grüne/ZH) Blanchos Stillschweigen. «Seine extremistische Werthaltung steht im krassen Widerspruch zu schweizerischen Werten.» Politiker fordern jetzt eine verstärkte Beobachtung des Islamischen Zentralrats. «Religiöse Fanatiker sind gefährlich. Man darf sie nicht unterschätzen, sie gehören kontrolliert», sagt Fulvio Pelli, Präsident der FDP Schweiz

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