AKW
Darbellay drängt Leuthard zum Atomausstieg

CVP-Präsident Christophe Darbellay geht davon aus, dass der Bundesrat noch Ende Mai einem Atomausstieg zustimmt. «Seine» Bundesrätin Doris Leuthard soll dabei eine Vorreiterrolle spielen, fordert Darbellay.

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Ende Mai will der Bundesrat die Weichen für die energiepolitische Zukunft der Schweiz stellen. CVP-Präsident gibt heute im «Tages-Anzeiger» Energieministerin Doris Leuthard die Marschrichtung bekannt. Er traue es Leuthard zu, «die Energiepolitik neu zu definieren», sagt er. «Ich halte es für realistisch, dass der Bundesrat im Mai den Weg für den Atomausstieg vorspurt.» Es brauche jetzt eine «klare Position».

Klar ist: Eine Mehrheit des Bundesrats glaubt nach Fukushima nicht mehr daran, dass sich in er Schweiz in neues AKW bauen lässt. Selbst FDP-Bundesrat Johann Schneider-Ammann hat sich am Wochenende in diese Richtung geäussert.

Und Leuthard? Sie wird von allen Seiten bedrängt, offenbar selbst aus der Verwaltung. Diese soll Leuthard laut «Tages-Anzeiger» dazu raten, die Option Kernenergie zu opfern - um so die Diskussion über Alternativen zu deblockieren. Nur so lasse sich genügend Druck erzeugen, um rechtzeitig politische Mehrheiten für die nötigen Aktions- und Massnahmenpläne inklusive höherer Strompreise zu finden. (rsn)