Abbau

Dank Sparvorschlägen der Mitarbeiter: SRG streicht nur 170 statt 250 Stellen

Die SRG beschäftigt ohne Tochterunternehmen 6000 Personen, die sich 5000 Stellen teilen.

Die SRG beschäftigt ohne Tochterunternehmen 6000 Personen, die sich 5000 Stellen teilen.

Vorweihnachtliche Botschaft für die Belegschaft: Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) streicht nach Sparvorschlägen ihrer Mitarbeiter nur 170 statt wie angekündigt 250 Stellen. Dies berichtet die "NZZ am Sonntag" unter Berufung auf eine interne Mitteilung des öffentlichen Rundfunkbetriebs.

Zu den Spartipps zählen demnach etwa die gemeinsame Beschaffung von Drucksachen und Informatik-Tools, den Vorzug bestimmter Lieferanten, die Beschränkung des Aufwands für Leihpersonal, die Reduktion der Anzahl Drucker in den Büros und anderes mehr.

Die Reduktion soll in den kommenden vier Jahren vor allem über die natürliche Personalfluktuation erfolgen. Kündigungen könnten aber nicht ausgeschlossen werden. Im Oktober hatte die SRG darauf hingewiesen, dass der Abbau geringer ausfallen dürfte, weil Sparmassnahmen bei Immobilien, Technik, Distribution und Verwaltung greifen würden.

Die Sparmassnahmen blieben zwar schmerzhaft, dank der «zahlreichen konkreten und konstruktiven» Vorschläge aus der Belegschaft müsse das Unternehmen nun aber weniger Stellen abbauen, bestätigt SRG-Sprecher Edi Estermann gegenüber der Zeitung. 

Im vergangenen Juni hatte die SRG-Führung angekündigt, dass sie 100 Millionen Franken einsparen werde. Die SRG begründete die Sparrunde mit der Plafonierung der Gebühreneinnahmen auf 1,2 Milliarden Franken pro Jahr sowie sinkenden Werbeeinnahmen. Die SRG beschäftigt ohne Tochterunternehmen 6000 Personen, die sich 5000 Stellen teilen. (sda/chm)

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