Baulanderschliessung
Dampfende «Flora» zog die Gäste

Wichtiges Projekt für die zukünftige Entwicklung von Wittnau: Die vor dem Abschluss stehende Baulanderschliessung Oberdorf wurde am Mittwochabend gemeinsam mit der Bevölkerung offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

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Aargauer Zeitung

Werner Hostettler

Landeigentümer, Anwohner, Planer, Unternehmer, Handwerker, alle waren sie der Einladung des Gemeinderates gefolgt. Ebenso ein Grossteil der Bevölkerung. Was Vizeammann Werner Müller ganz besonders freute: «Dieser Tag ist schliesslich ein wichtiger Meilenstein für die zukünftige Entwicklung von Wittnau.»

Nach langer Planungszeit, unzähligen Besprechungen, Orientierungen und Einspracheverhandlungen sowie einer Bauzeit von rund 18 Monaten sei nun die Baulanderschliessung Oberdorf praktisch abgeschlossen: «Es fehlen noch die Deckbeläge bei den Strassen und es bedarf noch kleinerer Anpassungsarbeiten.»

Wer ernten wolle, der müsse bekanntlich zuerst säen, hielt der Bauvorsteher weiter fest. «Wir haben gesät, das Bauland steht bereit. Und wenn wir Richtung Oberdorf schauen, können wir erfreut feststellen, dass die ersten Keimlinge bereits gewachsen sind, bereits die ersten Häuser gebaut wurden und sich weitere im Baustadium befinden.»

Oberdorf mit Standortvorteilen

Mit der Erschliessung Oberdorf sei Platz für rund 100 Wohneinheiten (300 bis 400 Einwohner) geschaffen worden. Planer und Projektleiter Hanspeter Frey gratulierte zum Entscheid der Gemeinde: «Es hat sich wirklich gelohnt, denn mit dieser Erschliessung hat das Oberdorf einen grossen Standortvorteil.» Zudem bestätigte er, dass sich die Kosten im Rahmen des Voranschlages bewegten. Am Bruttokredit von 3,8 Millionen Franken beteiligen sich Private mit 2,6 Millionen, die Gemeinde mit 1,2 Millionen.

Reto Bischofberger von der Arbeitsgemeinschaft Frey (Kaiseraugst) und Schmid (Wittnau) sprach von einer «angenehmen und ruhigen Baustelle» und wies unter anderem darauf hin, dass rund 1000 Lastwagen voll Material abtransportiert worden seien, 140 Tonnen Granitsteine eingesetzt oder beispielsweise auch 1000 Tonnen Belag eingebaut wurden. Die Redner betonten das gute Einvernehmen während der gesamten Bauzeit und die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat und der Verwaltung.

Show mit der alten Dampfwalze

Bauunternehmer Stephan Schmid wartete mit einer Überraschung in Form eines Gedenksteins auf, der an geeigneter Stelle aufgestellt werden soll. Die Ehrengäste trafen übrigens völlig frei von Hektik und in gemächlichem Tempo ein, wurden sie doch von der 89-jährigen und 14,7 Tonnen schweren Dampfwalze «Flora» auf den Festplatz gezogen. Was Hanspeter Frey mit einem Schmunzeln so kommentierte: «Ich dachte, das sei das erste Signal für die Einführung von Tempo 30 in Wittnau.»

Die von den beiden Maschinisten Markus Fankhauser und Ueli Gautschi betreute Dampfwalze befindet sich im Eigentum der Bauunternehmung Ernst Frey AG in Kaiseraugst, deren Dampfwalzenclub die Fahrzeuge hegt und pflegt.

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