Hochwasserrückhaltebecken

Damm soll Erusbach bändigen

Auf gutes Gelingen: Die Beteiligten vor der Baustelle: Paul Meyer (Gemeindeammann Villmergen), Klemenz Hegglin (Vizeammann Villmergen), Ueli Lütolf (Gemeindeammann Hilfikon), Beat Gloor (Bauleiter Holinger AG), Mario Koksch (Sektion Wasserbau des Kantons), Roland Hollenstein (Holinger AG), Martin Scheuber (PK Bau AG). (Bild: Lukas Walde)

Hilfikon

Auf gutes Gelingen: Die Beteiligten vor der Baustelle: Paul Meyer (Gemeindeammann Villmergen), Klemenz Hegglin (Vizeammann Villmergen), Ueli Lütolf (Gemeindeammann Hilfikon), Beat Gloor (Bauleiter Holinger AG), Mario Koksch (Sektion Wasserbau des Kantons), Roland Hollenstein (Holinger AG), Martin Scheuber (PK Bau AG). (Bild: Lukas Walde)

Nach dem letzten grossen Hochwasser, das Villmergen 2007 überflutete, wird nun für 8,6 Mio. Franken ein Hochwasserrückhaltebecken beim Schloss Hilfikon gebaut. Gestern stiessen Gemeinden, Kanton und Baufirma darauf an.

Andrea Weibel

Die Bäume sind bereits gefällt, die Erde teilweise abgetragen: So zeigt sich derzeit die Baustelle an der Schlossstrasse oberhalb Hilfikons. Hier entsteht bis im Herbst 2010 das Hochwasser-rückhaltebecken «Schloss» am Erusbach.

«Es wird die grosse Schwester des schon bestehenden Rückhaltebeckens Drachtenloch am Hinterbach», freut sich Mario Koksch, Projektleiter Wasserbau im Departement Bau, Verkehr und Umwelt. Zusammen mit den zuständigen Ingenieuren, dem Bauleiter sowie Vertretern der Gemeinden informierte er gestern über das 8,6 Millionen teure Projekt.

«Sehr fortschrittliche Lösung»

«Wir stehen hier auf der grössten Baustelle im Wasserbau des ganzen Kantons», erklärte Koksch. Insgesamt sei dies das dritte grosse Rückhaltebecken im Kanton, und alle drei stehen im Freiamt (Greuel Muri und Drachtenloch Villmergen). Das Drachtenloch habe sich 2007 sehr bewährt, so sei der Entschluss, auch am Erusbach ein Rückhaltebecken zu erstellen, bald gefasst gewesen.

«Die Gemeinde Villmergen hat sich für eine sehr fortschrittliche Lösung engagiert», lobte Koksch seitens des Kantons. Und obwohl Hilfikon wenig davon profitiere, helfe die Gemeinde dennoch am Projekt mit, das sei sehr lobenswert.

18 Millionen pro Hochwasser

«Das Becken wird rund 100 Jahre bestehen können. Pro Hochwasser, das aufgehalten werden kann, können so bis zu 18 Millionen Franken gespart werden», rechnete Koksch vor, «und zwar im gesamten Bünztal bis hinunter nach Wildegg.» Auch die Denkmalpflege des Kantons sei mit dem Projekt zufrieden, denn es beeinträchtige die Sicht auf das Schloss kaum.

Insgesamt sind vier Gemeinden am Projekt beteiligt. «Das Einstaugebiet liegt teilweise auf Sarmenstorfer Boden und die Baumfläche, die wir hier verlieren, wird in der alten Kiesgrube in Egliswil wieder neu angelegt», erklärte Klemenz Hegglin, Vizeammann von Villmergen. Mit Weisswein stiessen die sieben danach auf gutes Gelingen und den Baubeginn an.

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