Kathy Riklin

CVP-Nationalrätin Kathy Riklin: «Calmy-Rey hat Wahn-Vorstellungen»

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Ihre Rücktrittsforderung an die Adresse von Aussenministerin Micheline Calmy-Rey wirbelte vergangene Woche gehörig Staub auf, auch parteiintern. Nun schiesst sie wieder gegen Calmy-Rey: «Sie hat Wahnvorstellungen».

Auch Calmy-Rey selbst reagierte gestern Samstag in einem Interview mit der «Mittelland Zeitung» ungehalten auf Riklins Forderung: «Es wäre der grösste Erfolg Libyens, wenn man uns Schweizer spalten kann. Frau Riklin macht sich zur Verbündeten der libyschen Behörden. Ich bedaure dies zutiefst».

Doch Riklin denkt nicht daran, mit Kritik zurück zu halten - im Gegenteil: Sie verteidigt in der Zeitung «Sonntag» ihre Aussage und schiesst erneut gegen die Aussenministerin: «Sie hat Wahnvorstellungen. Ich bin keine Verbündete von Gaddafi, aber auch keine Verbündete von Calmy-Rey. In Libyen wird genau registriert, was in der Schweiz gesagt wird, und meine Aussage ist ein Signal, dass nicht das ganze Land hinter der Politik von Calmy-Rey steht. Vielleicht wird das die libysche Seite etwas beruhigen und Gaddafi von seinem Rachefeldzug gegen unser Land abbringen», so Riklin.

«Die Rücktrittsforderung an Calmy-Rey war als Lösungsansatz gemeint. Ein Neustart im Libyen-Dossier ist dringend nötig, auch im Interesse des inhaftierten Max Göldi.» Riklin kritisiert, dass Calmy-Reys Libyen-Politik «die Isolation der Schweiz in Europa» und «die Abneigung gegen muslimische Staaten in der Schweiz» weiter verstärke. «Gegen die Blockade der Schengen-Visa musste die EU früher oder später reagieren. In den Augen der Schweizerinnen und Schweizer muss jetzt die EU als Sündenbock hinhalten. Damit wird die Isolation unseres Landes in Europa durch eine unglückliche Aussenpolitik weiter verstärkt», so Riklin weiter.

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