AHV
CVP fordert die Abschaffung des AHV-Alters

Brisanter Vorschlag der Luzerner CVP-Senioren. Wer 42 Jahre lange gearbeitet hat, der soll in Rente gehen können. Im Ausland wird das Modell bereits seit langen angewandt.

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42 Jahre arbeiten, dann in Rente.

42 Jahre arbeiten, dann in Rente.

Keystone

Die Mitglieder der Luzerner Gruppierung CVP 60+ machen sich in einem Positionspapier dafür stark, dass das AHV-Alter in der Schweiz abgeschafft wird. Anstelle des AHV-Alters soll neu eine Lebensarbeitszeit von 42 Jahren treten. Das macht die «Neue Luzerner Zeitung (NLZ)» in ihrer Sonntags-Ausgabe publik.

Gezählt würden die Arbeitsjahre ab Abschluss eines Studiums oder einer Berufslehre. Wer also mit 20 zur arbeiten beginnt, könnte nach diesem Modell mit 62 in Pension gehen. Wer erst mit 30 in den Arbeitsalltag einsteigt, der müsste bis 72 arbeiten.

CVP ist erfreut

Das Modell der CVP-Senioren ist nicht neu. In Österreich und in Frankreich kommt es schon längst zur Anwendung. In der Schweiz ist es bis heute aber noch nie ernsthaft als Alternative zum heutigen Regime diskutiert worden. Das dürfte sich nun ändern.

Noch mehr Forderungen

Die Forderungen der Senioren gehen aber noch weiter. In einem Positionspapier verlangen sie unter anderem, dass finanziellen Anreize zur strukturellen Frühpensionierung dort zu eliminieren sind, wo sie nicht zur Milderung sozialer Härtefälle, sondern zur Entsorgung älterer Mitarbeiter vorgesehen sind.

Ausserdem verlangen sie, dass sämtliche Regulierungen, die eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit verunmöglichen, erschweren oder gar finanziell bestrafen, zu streichen seine. Zudem hätten Bund, Kantone, Gemeinden und insbesondere deren Nebenbetriebe haben von der Altersguillotine, die ihre Arbeitskräfte zum Rücktritt mit 65 Jahren zwingt, Abstand zu nehmen.
«Wir erachten die Alters-guillotinen als nicht mehr zukunftsgerichtet. Sie gehören daher abgeschafft», sagt Dieter Meile, den Präsidenten der schweizweit agierenden Gruppe CVP 60+. (rsn)