CSU-Generalsekretär wird neuer deutscher Wirtschaftsminister

Karl -Theodor zu Guttenberg (Archiv)

Karl -Theodor zu Guttenberg (Archiv)

Der bisherige Generalsekretär der bayerischen CSU, Karl-Theodor zu Guttenberg, soll neuer deutscher Wirtschaftsminister werden. Das gab der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer in München bekannt.

Die Entscheidung sei mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Verantwortungsträgern innerhalb der CSU bereits abgestimmt und "einvernehmlich festgelegt", sagte Seehofer.

Der 37-jährige Guttenberg wird damit Nachfolger des amtsmüden, ebenfalls zur CSU gehörenden Wirtschaftsministers Michael Glos. Der 64-jährige Glos reichte bei CDU-Kanzlerin Angela Merkel heute Montag offiziell seinen Rücktritt ein. In der grossen Koalition von CDU/CSU und SPD hat jede Partei das Recht, ihre Bundesminister selbst zu benennen.

Seehofer sagte, Guttenberg werde in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit "ein guter Anwalt der Wirtschaftsinteressen Deutschlands" sein. Er habe viele Fähigkeiten, die ihn für dieses Amt qualifizierten.

Guttenberg nannte die derzeitige Wirtschafts- und Finanzkrise eine Herausforderung und Bewährungsprobe, der er sich gerne stelle. Wenn einem die Partei eine neue Aufgabe stellt, so gelte: "Man nimmt sie gerne und mit Freude wahr."

Guttenberg betonte, dass er keine Bedingungen an die Übernahme des Ministeramtes geknüpft habe. "Wenn einem ein solches Amt angetragen wird, dann stellt man keine Bedingungen." Er wisse, dass seine Amtszeit zwangsläufig mit der Bundestagswahl im September auslaufe.

Guttenberg hatte erst vor gut drei Monaten neben seinem Bundestags-Mandat unter Seehofer auch das Amt des CSU-Generalsekretärs übernommen.

Glos hatte Seehofer am Samstag überraschend um seine Ablösung gebeten und zur Begründung auf sein Alter verwiesen. Nach der Bundestagswahl im Herbst wolle er kein Ministeramt mehr übernehmen, der Wechsel solle deshalb vorher erfolgen.

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