Umwelt
CO2-Kompensation: Schweiz unterzeichnet Klimaschutzabkommen mit Ghana

CO2-Emissionen der Schweiz können künftig über Projekte in Ghana kompensiert werden. Am Montag unterzeichneten die beiden Länder ein entsprechendes Abkommen.

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Die Beziehungen der beiden Länder sind eng: Erst im Februar hatte die Schweiz Ghanas Präsidenten Nana Akufo-Addo empfangen.

Die Beziehungen der beiden Länder sind eng: Erst im Februar hatte die Schweiz Ghanas Präsidenten Nana Akufo-Addo empfangen.

Keystone

(agl) Ghanas Aussenministerin Shirley Ayorkor Botchwey und der Schweizer Botschafter in Ghana, Philipp Stalder, haben den Vertrag im Rahmen einer Videokonferenz unterzeichnet, die auch Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga von Bern aus verfolgte. Der Bundesrat hatte dem Abkommen mit Ghana vergangene Woche zugestimmt. Laut Sommaruga nimmt die Schweiz mit dem Abkommen ihre Verantwortung in der internationalen Klimapolitik wahr und leistet zudem einen Beitrag für die Menschenrechte, wie das Bundesamt für Umwelt in einer Medienmitteilung schreibt.

Das Abkommen werde Anfang nächstes Jahr in Kraft treten und ermögliche die Umsetzung Projekten wie die Installation von mehreren hunderttausend Solaranlagen im Rahmen des «Ghana National Clean Energy Program», wie es in der Mitteilung weiter heisst. Darüber hinaus wolle das Programm für Kleinunternehmen mittelgrosse Solaranlagen fördern, die Dieselgeneratoren ersetzen sollen.

Die Schweiz hat sich verpflichtet, bis 2030 ihren Treibhausgasausstoss gegenüber 1990 zu halbieren. Dieses Ziel wird sie vor allem mit Massnahmen im Inland erreichen. Das Pariser Abkommen erlaubt es den Staaten aber auch, ihre eigenen Emissionen durch Klimaprojekte im Ausland zu kompensieren. Die dort erzielten Emissionsverminderungen können sie an ihr nationales Reduktionsziel anrechnen. Ein ähnliches Abkommen wie mit Ghana hatte die Schweiz Mitte Oktober bereits mit Peru abgeschlossen.

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