Clinton hebt Bedeutung der Türkei im Nahen Osten hervor

US-Aussenministerin Clinton (Archiv)

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US-Aussenministerin Hillary Clinton hat in Ankara die Bedeutung der Türkei für den Nahost-Friedensprozess und die Entwicklungen im Irak und in Afghanistan hervorgehoben.

Bei einer Visite zum Abschluss ihrer Nahost- und Europareise kündigte sie zugleich einen Besuch von US-Präsident Barack Obama im kommenden Monat in der Türkei an.

Clinton traf in der türkischen Hauptstadt unter anderem mit Regierungschef Recep Tayyip Erdogan und Aussenminister Ali Babacan zusammen. Die US-Aussenministerin hob im Anschluss insbesondere die Rolle der Türkei bei der Vermittlung der indirekten Friedensgespräche zwischen Israel und Syrien hervor. Die Bedeutung dieser Gespräche könne gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Auf Vermittlung Ankaras hatten sich Vertreter Israels und Syriens Ende 2008 zu insgesamt vier indirekten Gesprächsrunden getroffen. Die bereits geplante fünfte Runde wurde nach Beginn der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen dann allerdings auf Eis gelegt. Babacan erklärte, die Türkei stehe bereit, die Wiederaufnahme der Kontakte zu vermitteln, sobald die Voraussetzungen dafür gegeben seien.

Die Beziehungen zwischen Ankara und Washington waren in den vergangenen Jahren wegen des Irak-Krieges belastet. Die Türkei hatte sich geweigert, die Genehmigung für US-Truppenbewegungen über ihr Territorium für die Invasion im Irak zur Verfügung zu stellen.

Später warf die türkische Regierung den USA vor, den Rebellen der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im Norden Iraks Spielraum für Angriffe auf türkische Sicherheitskräfte zu lassen.

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