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Clinton bettelt am WEF bei Chefs für Haiti

Bill Clinton: Feurige Rede am WEF

Bill Clinton: Feurige Rede am WEF

Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton setzte sich am WEF für Haiti ein - mit einer flammenden Rede. Clinton schaffte es grosse Firmen mit ins Boot zu holen. Sie wollen sich langfristig engagieren. Namen gab es aber keine.

Gemeinsam mit dem WEF wurde eine Initiative gestartet, damit Konzerne sich langfristig beim Wiederaufbau Haitis engagieren. Das Weltwirtschaftsforum WEF sei bereit, gemeinsam mit seiner Stiftung Clinton Global Initiative zusammenzuarbeiten, um die Bereitschaft der Privatwirtschaft für Haiti zu erhöhen, sagte der ehemalige US-Präsident der auch UNO-Sondergesandter für den Inselstaat ist, am Donnerstag in Davos.

Man habe ein Desk eingerichtet, an dem sich Unternehmer melden könnten, die sich in Haiti engagieren wollten, sagte Clinton. Trotz der grossen Soforthilfe seien die Probleme immer noch gewaltig. Man müsse die medizinische Versorgung und die sanitären Bedingungen verbessern.

«Schulen auf die Beine stellen»

«Wir müssen provisorische Schulen auf die Beine stellen», sagte Clinton. Die Regierung Haitis habe dafür die Mittel nicht. «In den letzten Wochen habe ich mich nur mit Lastwagen und Toiletten befasst.»

Die bisherigen 15 Verteilzentren für Wasser und Nahrungsmittel reichten bei weitem nicht, sagte Clinton. Man brauche 100 Verteilzentren. Das gehe nur mit Lastwagen, mit denen ein Verteilnetz aufgebaut werden müsse. «Wenn jemand hier im Saal ist, der weiss, wie man das machen kann, soll er sich melden», appellierte Clinton.

Zusagen von Konzernchefs

«Wir rufen auf, nicht nur zu spenden, sondern sich zu engagieren», sagte WEF-Manager Robert Greenhill. Unter Haitis Führung werde man gemeinsam mit der Clinton Global Initiative jene Wirtschaftskapitäne zusammenführen, die sich beim Wiederaufbau engagieren und in die haitianische Wirtschaft investieren wollten.

Haiti biete grossartige Geschäftsgelegenheiten. Man habe bereits eine Reihe von Unternehmenschefs am WEF kontaktiert. Einige hätten schon Zusagen gegeben, sagte Greenhill.

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