Cisalpino darf weiterrollen - Konzession wird nicht aufgehoben

Cisalpino von innen (Archiv)

Cisalpino von innen (Archiv)

Die pannenanfälligen Cisalpino-Züge dürfen weiterhin zwischen der Schweiz und Italien verkehren. Nach der Analyse eines Berichts zu den Ursachen der Probleme, sieht das Bundesamt für Verkehr (BAV) von einem möglichen Widerruf der Konzession ab.

Das BAV sei zum Schluss gekommen, dass sich die Cisalpino AG der heiklen Lage bewusst sei und diese richtig einschätze, teilte die Behörde mit. Sie hatte dem Eisenbahnunternehmen Ende Januar mit dem Entzug der Betriebsbewilligung gedroht, sollte sich die Situation nicht bessern.

Die Massnahmen des Unternehmens, um die Qualität der Leistungen in absehbarer Zeit wieder auf einen akzeptablen Stand zu bringen, werden vom BAV nun aber als glaubwürdig und als Schritt in die richtige Richtung anerkannt.

"Sollten sich die Verspätungen wieder häufen, wird das BAV die Situation allerdings neu beurteilen", schreibt das Bundesamt weiter. Es erwartet innerhalb der nächsten Monate von Cisalpino eine deutliche Verbesserung.

Bis Ende Juni muss das Unternehmen erneut einen Bericht zum Stand der Verbesserungen abliefern. Zudem wird das BAV als Sicherheitsaufsichtsbehörde das Qualitätsmanagement der Cisalpino systematisch unter die Lupe nehmen.

Die Cisalpino-Neigezüge gelten seit ihrer Einführung vor zwölf Jahren als Sorgenkinder. Auf einen neuen Neigezug warten die SBB seit zwei Jahren. Zudem kommt es regelmässig zu Verspätungen, weil die Wartung in Italien hapert.

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