Weil er die Schrift nicht entziffern konnte, stellte er «gegen Bezahlung» einen Übersetzer an. Der Zürcher SVP-Nationalrat hat den Arzt laut eigenen Angaben ausfindig gemacht. «Aufgrund seiner Aussagen und der im TV präsentierten Arbeit weiss ich jetzt sicher, um wen es sich handelt», so Mörgeli zu SonntagsBlick. Und: «Er soll sich jetzt outen, sonst muss ich es tun.»

Quelle: youtube/Jürg Murmel

Der Rundschau-Beitrag über Christoph Mörgeli

Der Doktorand, der aus dem Grossraum Zürich stammt, habe «eine Erklärung unterschrieben», dass er seine Doktorarbeit eigenhändig verfasst habe. «Hat er das nicht, muss das Konsequenzen haben. Ich werde dafür sorgen, dass ihm der Titel aberkannt wird», erklärt Mörgeli.

Quelle: youtube/syntrox1

Christoph Mörgeli auf dem heissen Stuhl der Rundschau

Christoph Mörgeli plant Klage gegen «Rundschau»

SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli will sich zudem rechtlich gegen die von der Sendung «Rundschau» erhobenen Vorwürfe zur Wehr setzen. «Es steht fest, dass ich gegen das Schweizer Fernsehen rechtliche Schritte einleiten werde», sagt Mörgeli der «NZZ am Sonntag». Laut Mörgeli war der Bericht tendenziös und in vielen Bereichen schlicht falsch. Er werde zudem von der Staatsanwaltschaft verlangen, dass sie gegen eine Amtsgeheimnisverletzung im Zusammenhang mit der Sendung vorgehe, fügte Mörgeli an.

In der Sendung war ein Gutachten zu einer Dissertation gezeigt worden. Diese Papiere sind laut Mörgeli amtsgeheim. Der Zürcher SVP-Kantonalpräsident Alfred Heer sagte der «NZZ am Sonntag», seine Fraktion werde im Kantonsrat verlangen, dass die von der Universität Zürich angekündigte Untersuchung von Dissertationen auch auf andere Doktorväter als Mörgeli ausgedehnt werde. Sollte es an der Medizinischen Fakultät ein Qualitätsproblem geben, so könne man das nicht nur bei Mörgeli untersuchen, fügte Heer an.