Christoph Blocher ist vergangene Woche im Bundeshaus ausgerutscht und hat sich beim Sturz die Nase gebrochen. Nach einer Operation konnte er am nächsten Tag das Spital bereits wieder verlassen.

In der Folge wurde über eine Wasserpfütze debattiert, die sich im Gang des Bundeshauses befunden und zum Sturz des alt Bundesrats geführt haben soll.

«So viel Geld wurde investiert für Wände und Möbel – aber das Dach hat man nicht geflickt»

«So viel Geld wurde investiert für Wände und Möbel – aber das Dach hat man nicht geflickt»

Magdalena Martullo-Blocher ist aufgebracht, dass sich ihr Vater wegen einer Wasserlache am Boden die Nase gebrochen hat. Die Dachspengler wurden umgehend aufgeboten. (10.3.2017)

Nun erzählt Christoph Blocher auf TeleBlocher, was an jenem Dienstag in Bundesbern geschehen ist.

Mehrfach gebrochen

Im Gespräch mit Matthias Ackeret ist Blocher wieder zu Scherzen aufgelegt. Von seinem Unfall ist im Gesicht nichts mehr zu sehen, was Blocher auf die guten abschwellenden Produkte der Schweizer Pharmaindustrie zurückführt. Der Sturz nämlich sei heftig gewesen.

Doch was genau ist nun passiert?

Es sei mit einer schweren Mappe in der Hand und Akten unter dem Arm auf dem Weg ins Fraktionszimmer der SVP im dritten Stock des Bundeshauses gewesen. Der Gang hätte Marmorboden, das Licht sei abends um 17 Uhr eher schummrig gewesen. Nun habe es eine nicht sichtbare Wasserlache gehabt, auf der er ausgerutscht sei. Mappe und Akten im Arm habe er sich nicht aufstützen können und sei "platsch auf die Nase" gefallen.

Überall sei Blut gewesen, "doch es hat schlimmer ausgesehen als es war". Dennoch erzählt Blocher: Er habe einen starken Schwartenriss auf der Nase gehabt, das Nasenbein sei mehrfach gebrochen gewesen, teilweise gesplittert. Hinzu sei eine kleine Hirnerschütterung gekommen.

Zweistündige Operation

In der Folge wurde er mit der Ambulanz ins Spital gefahren. In einer zweistündigen Operation unter Vollnarkose hätten ihn die Ärzte wieder hergestellt. 

Christoph Blocher erholte sich gut und schnell, wie er erzählt. Wenige Tage später sei er wieder bei der Arbeit gewesem - mit einem Gips auf der Nase. Dieser ist inzwischen abgenommen. Die Folge des Sturzes war aber: Zum ersten Male in der zehnjährigen Geschichte von TeleBlocher fiel eine Folge aus.

"Man muss es nicht wegen mir machen"

Blocher fragt sich aber, warum im Gang eine Lache war. Es sei nicht das erste Mal gewesen, Fraktionschef Adrian Amstutz sei vor einem Jahr ausgerutscht - ohne Folgen. Christoph Blocher vermutet, dass das Dach nicht dicht sei oder es sich um Kondenswasser handelt.

Er beschuldigt die Dienste, dies auf die leichte Schulter zu nehmen. Der Vorfall werde untersucht. "Man muss es nicht wegen mir machen, aber es sollte nicht mehr passieren." (jk)