Affäre Hildebrand

Christoph Blocher fordert Rücktritt von Philipp Hildebrand

Blocher: «Hildebrand ist ein Sicherheitsrisiko». (key)

Blocher: «Hildebrand ist ein Sicherheitsrisiko». (key)

Christoph Blocher fordert in einem TV-Interview, dass Notenbank-Chef Philipp Hildebrand zurücktreten müsse, er sei nicht mehr tragbar. Die SVP werde eine ausserordentliche Session und eine parlamentarische Untersuchungskommission fordern.

Christoph Blochers Zeit des Schweigens ist vorbei. In einem exklusiven Interview auf «Tele Züri» legt Christoph Blocher nach. Philipp Hildebrand gebe immer nur das zu, was er gerade müsse. Der Chef der Schweizer Nationalbank sei für diese Institution nicht mehr tragbar und müsse zurücktreten. «Er ist ein Sicherheitsrisiko», meint der Alt-Bundesrat gar.

Parlamentarische Untersuchungskommission

«Wenn ein Bankenpräsident nicht merkt, dass auf seinem Konto Verbotenes gemacht wird, ist dieser Direktor nicht mehr ernst zu nehmen», so Blocher weiter. Die Parteileitung der SVP habe heute beschlossen, dass eine ausserordentliche Session zur Nationalbank und deren Aufsicht angestrebt werde. Zudem werde eine Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) gefordert.

Auch auf mehrmaliges Nachfragen von Moderator Markus Gilli wollte Blocher jedoch keine Stellung nehmen, warum er gestohlene Bankdaten weitergereicht habe. Er wisse nicht, ob es sich dabei um illegales Material handle.

Drei Treffen mit Micheline Calmy-Rey

Im November sei Blocher das erste Mal informiert worden, dass leitende Angestellte in der Nationalbank Währungsgeschäfte machen dürften. Am 3. November sei er dann durch mehrere Anwälte informiert worden, dass Hildebrand solche Geschäfte tätige. Mit diesen Informationen sei Blocher nach seiner Vereidigung im Nationalrat zu Micheline Calmy-Rey gegangen. Er habe der Bundespräsidentin gesagt, dass er nicht wisse, ob die Vorwürfe stimmen würden. Danach habe es noch zwei weitere Treffen mit Calmy-Rey gegeben. (dno)

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