Musikförderung
Christine Egerszegi: «Alle haben am gleichen Strick gezogen»

FDP-Ständerätin Christine Egerszegi ist sehr erfreut über das Volks-Ja zur Musikförderung. Ein solch gutes Ergebnis sei auch deshalb zu Stande gekommen, weil alle am selben Strick gezogen hätten.

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Christine Egerszegi ist zufrieden. (Archiv)

Christine Egerszegi ist zufrieden. (Archiv)

Chris Iseli

Professionelle Musiker und Laien hätten sich gemeinsam für Kinder und Jugendliche eingesetzt, sagte die Präsidentin der Interessengemeinschaft «Jugend und Musik» am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. In anderen Fragen hingegen sei das Verhältnis zwischen Profis und Laien nicht immer einfach.

Im Ja-Komitee seien Organisationen - vom Berufsorchester bis zum Jodlerchor - mit insgesamt 650'000 Mitgliedern vertreten gewesen, sagte Egerszegi. Sie ist zuversichtlich, dass die Anliegen des Verfassungsartikel bald umgesetzt werden und alle Kinder und Jugendliche Zugang zu musikalischer Bildung erhalten.

Bundesrat Alain Berset habe dem Ja-Komitee zugesichert, dass er mit der Umsetzungvorwärts machen wolle, sagte Egerszegi. Bereits am kommenden Donnerstag sei das Komitee beim Bundesamt für Kultur eingeladen. Dieses werde dem Komitee seine Vorschläge zur Umsetzung des Verfassungsartikels präsentieren.

Zur Nein-Parole ihrer Partei, der FDP, sagte Egerszegi: «Das Abstimmungsresultat zeigt, das wir vom Ja-Komitee näher bei der Bevölkerung waren.»

Musik vor Sparübungen schützen

Beat Zemp, Präsident des Dachverbands Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH), sagte, mit der Annahme des Verfassungsartikels werde der schulische und der ausserschulische Musikunterricht gefördert. «Es ist nun schwieriger, dort zu sparen», sagte Zemp im Schweizer Radio DRS.

Neben dem Bundesrat müsse nun auch die Erziehungsdirektorenkonferenz aktiv werden. Es gehe darum, qualitativ guten Musikunterricht zu garantieren und die enormen Unterschiede zwischen den Kantonen auszugleichen, sagte Zemp.

Auch sei es höchste Zeit, dass Musikschulen in den Kantonen als Bildungsorganisationen anerkannt würden, wie sie das in einigen Kantonen bereits seien.