Die Walliser Kantonalpartei wird am 6. September an einer Generalversammlung ihren Kandidaten nominieren. Für den Fall, dass Varone das Rennen machen und ihm die türkische Justiz eine kriminelle Absicht beim Auflesen des umstrittenen Steins vorwerfen sollte, müsste er die Konsequenzen ziehen. Dies sagte Tavernier am Dienstagabend im Westschweizer Radio RTS. Dann müsste die Partei einen neuen Kandidaten suchen.

Er habe jedoch den Eindruck, dass Varone gutgläubig gewesen sei und die Lage falsch eingeschätzt habe, sagte Tavernier. Varone habe ihm gesagt, dass er nach wie vor keinen Zugang zu seinem Dossier gehabt habe. Christian Varone selbst wollte am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur sda keinen Kommentar zur Affäre abgeben.

Die Walliser Staatsratswahlen finden im März 2013 statt. Für die Nachfolge von Claude Roch schickt die FDP nur einen einzigen Kandidaten oder eine Kandidatin ins Rennen. Derzeit gibt es drei Interessenten: Marc-André Berclaz, Lise Delaloye und Christian Varone.