In einem erschienenen Interview in der Westschweizer Tageszeitung "Le Temps" rechtfertigte Pierre Ruetschi sein Schweigen. Die Bekanntgabe des Namens der Person, welche die Fotos an die Zeitung geleitet hatte, verstiesse gegen den Quellenschutz.

Der Chefredaktor will sich auch nicht für die Publikation der Bilder entschuldigen. Im Gegenteil: Er bezeichnete deren Veröffentlichung als "legitim". "Doch wenn durch deren Publikation die ganze Angelegenheit verzögert oder verkompliziert wurde, dann bedaure ich das."

Ruetschi betonte, wie wichtig die Veröffentlichung der Polizeifotos gewesen sei. Vielmehr scheine es ihm, dass die Bilder als Vorwand "einer orchestrierten Strategie" dienten.

Er erinnerte zudem daran, dass in dieser Angelegenheit alle Beteiligten gedemütigt worden seien: Die misshandelten Angestellten, Hannibal Gaddhafi und Hans-Rudolf Merz. "Das wollten wir damit ausdrücken."