Schweizer Fernsehen

Chefredaktor Ueli Haldimann soll Übergangsdirektor von SF werden

Haldimann in Deltenres Fussstapfen

Haldimann in Deltenres Fussstapfen

Ueli Haldimann, Chefredaktor des Schweizer Fernsehens (SF), soll Fernsehdirektor ad interim werden. Das schlägt der Verwaltungsrat der SRG Deutschschweiz dem Regionalrat vor. Haldimann soll das Fernsehen bis zur Zusammenlegung mit Schweizer Radio DRS führen.

Der 55-jährige Haldimann würde die Nachfolge von Fernsehdirektorin Ingrid Deltenre übernehmen, die das Schweizer Fernsehen (SF) Ende Jahr verlässt. Sie wird Anfang 2010 Generaldirektorin der European Broadcasting Union (EBU) in Genf. Fernsehdirektorin ist sie seit 1. Januar 2004.

Ueli Haldimann ist seit 6. Juni 2002 Chefredaktor von SF und leitet in dieser Funktion die Abteilung Information des Fernsehens. Mitte Januar 2004 ist er zum Stellvertreter von Deltenre gewählt worden.

Ab 2011 soll in der deutschsprachigen Schweiz das Projekt "Medienkonvergenz SRG.D" umgesetzt werden, das die Zusammenführung von SF und SR DRS vorsieht. Geplant ist, dass künftig ein Direktor oder eine Direktorin die daraus hervorgehende multimediale Unternehmenseinheit führt.

Das Bewerbungs- und Auswahlverfahren für die Besetzung des Postens beginnt im kommenden Oktober. Die Stelle soll öffentlich ausgeschrieben werden, wie die SRG idée suisse Deutschschweiz mitteilte.

Für das Schweizer Syndikat Medienschaffender (SSM) ist der Vorschlag von Ueli Haldimann als interimistischer Fernsehdirektor eine pragmatische Lösung. Dies sagte Ernst Gräub, Sekretär der SSM-Gruppe Fernsehen, auf Anfrage.

Die interne Debatte über journalistische Arbeit sei Ueli Haldimann ein Anliegen, sagte Gräub. Der Wahlvorschlag gebe die Gewähr, dass die Qualität gehalten oder verbessert werde. Haldimann habe die Abteilung Information gut und effizient geleitet.

Doch aus Sicht des SSM hätte die Übergangsdirektion ausgeschrieben, ein Profil definiert und eine Diskussion geführt werden sollen, wie Gräub sagte.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1