Der 54-jährige Prabhakaran stehe immer noch an der Spitze der eingekesselten Tamilen-Tiger, sagte Brigade-General Shavendra Silva vor Journalisten. Er berief sich dabei auf einen Rebellensprecher, der sich kürzlich ergeben hatte.

Prabhakaran wurde seit anderthalb Jahren nicht gesehen, weshalb über seine Flucht oder seinen Tod spekuliert worden war. Wie seine Rebellen trägt auch er eine Zyanid-Kapsel bei sich, um bei einer Festnahme Selbstmord zu begehen.

Nach Armee-Angaben haben die Rebellen derzeit noch einen Küstenstreifen von rund zehn Quadratkilometern Grösse unter Kontrolle, einst war es rund ein Drittel des Landes.

Mehr als 100 000 Zivilisten ist mittlerweile die Flucht aus dem Rebellengebiet geglückt, nach UNO-Schätzungen sitzen aber noch bis zu 50 000 weitere fest.

Das Ersuchen von Hilfsorganisationen, in das Gebiet zu reisen, lehnt die srilankische Regierung ab. Am Freitag erteilte der für Menschenrechte zuständige Minister Mahinda Samarasinghe auch entsprechenden UNO-Plänen eine Absage: "Es gibt keinen Grund für die UNO, Leute aus dem Ausland in diese Regionen reisen zu lassen."

Ortsansässige UNO-Mitarbeiter dürften das Gebiet zwar grundsätzlich besuchen, wegen der Kämpfe sei dies derzeit aber fast unmöglich.