Chavez mit Aussenminister Maduro zu Besuch in Kuba

Chavez bei seinem Besuch in Kuba

Chavez bei seinem Besuch in Kuba

Knapp eine Woche nach seinem Erfolg beim Verfassungsreferendum in Venezuela ist Präsident Hugo Chavez zu einem zuvor nicht angekündigten Besuch nach Kuba gereist. Der Besuch symbolisiere die «Einheit der Brüder-Völker», hiess es am Samstag in der staatlichen kubanischen Zeitung «Granma».

Chávez war am Freitagmorgen überraschend in Havanna eingetroffen. Er wurde von seinem kubanischen Amtskollegen Raúl Castro und zahlreichen Persönlichkeiten der kubanischen Führung am Flughafen empfangen. Der Arbeitsbesuch war zuvor nicht offiziell angekündigt worden.

Das staatliche kubanische Fernsehen berichtete am Samstagabend (Ortszeit) Chávez sei gleich nach seiner Ankunft zu dem geheimen Ort gefahren, an dem Fidel Castro seit dem krankheitsbedingten Rücktritt vor zweieinhalb Jahren lebt.

Ein zweites Mal sei er am Nachmittag mit dem 82-Jährigen zusammengetroffen. Themen der Gespräche waren den Angaben zufolge die bilateralen Beziehungen und die internationale Lage.

Chavez reiste in Begleitung von Aussenminister Nicolas Maduro und Energieminister Rafael Ramirez. Venezuela und Kuba sind enge Verbündete. Kuba erhält von Venezuela täglich 100 000 Barrel Öl zu Vorzugspreisen. Im Gegenzug arbeiten zahlreiche kubanische Ärzte in Venezuela.

Chavez hatte am vergangenen Sonntag ein Referendum gewonnen, das ihm einen unbegrenzten Verbleib im höchsten Staatsamt ermöglicht. Dazu hatte ihm Raúl Castros Bruder Fidel, der bis Anfang 2008 nominell Staatschef war, von seinem Krankenbett aus gratuliert.

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