CDU Thürigen kürt Althaus in Abwesenheit zum Spitzenkandidaten

Dieter Althaus ist Spitzenkandidat

Dieter Althaus ist Spitzenkandidat

Der bei einem Skiunfall schwer verletzte Thüringer Ministerpräsident Dieter Althaus ist in Abwesenheit zum CDU-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl im August gewählt worden. Er erhielt 94,6 Prozent der Stimmen.

Der 50-Jährige war am Neujahrstag verunglückt und wird zurzeit wegen eines Schädel-Hirn-Traumas noch in einer Reha-Klinik am Bodensee behandelt. Beim Unglück starb eine 44-jährige Mutter von vier Kindern.

In einer schriftlichen Erklärung, die seine Stellvertreterin Birgit Diezel bei der Delegiertenversammlung in Waltershausen bei Eisenach verlas, kündigte Althaus seine Rückkehr in die Politik noch vor der Sommerpause an.

Althaus wurde telefonisch über das Ergebnis informiert. Er antwortete mit einer SMS, in der er seine Wahl als "Anspruch und Verpflichtung" bezeichnete. Er werde sich gemeinsam mit der Partei dafür einsetzen, ein rot-rotes Bündnis zu verhindern.

Althaus' Stellvertreterin Diezel rief die Delegierten auf, für die Verteidigung der absoluten Mehrheit in Thüringen zu kämpfen. Die CDU war bei der Landtagswahl 2004 auf 43 Prozent der Stimmen gekommen. Damit kann sie im Parlament allein regieren. In Thüringen wird am 30. August ein neuer Landtag gewählt.

Althaus war wegen des Skiunfalls in Österreich wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe von 33 000 Euro verurteilt worden. Zusätzlich muss er ein Schmerzensgeld von 5000 Euro an den Witwer der getöteten Skifahrerin zahlen. Die Verhandlungen über Schadensersatzzahlungen an die Hinterbliebenen laufen noch.

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