In seiner Begrüssungsansprache gratulierte Cassis Jhinaoui zu den politischen Entwicklungen in Tunesien seit dem Sturz von Präsident Ben Ali 2011 und ermutigte die tunesischen Behörden, diesen Weg fortzusetzen, wie das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mitteilte.

Im Hinblick auf die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen 2019 wird sich die Schweiz erneut dafür einsetzen, dass der Wahlprozess erfolgreich durchgeführt und die Kontinuität gewährleistet werden kann. Seit 2011 unterstützt die Schweiz die Durchführung von Wahlen mit dem Ziel, die Beteiligung der tunesischen Bevölkerung am öffentlichen Geschehen zu stärken.

Im Gespräch mit seinem Amtskollegen würdigte Cassis die Zusammenarbeit bei der Migrationspartnerschaft zwischen der Schweiz und Tunesien. Er erwähnte insbesondere die Rückkehr- und Reintegrationshilfe, wie es in der EDA-Mitteilung weiter heisst.

20 Mio. für Entwicklungszusammenarbeit

In Bezug auf die internationale Entwicklungszusammenarbeit unterzeichneten die beiden Minister eine Absichtserklärung. Zwischen der Schweiz und Tunesien besteht eine Kooperationsstrategie mit folgenden drei Pfeilern: Demokratisierung, Wirtschaftswachstum sowie Migration und Schutz. Der Zahlungsrahmen des Bundes sieht für Tunesien 2019 beinahe 20 Millionen Franken vor.

Die beiden Aussenminister sprachen ausserdem über die Notwendigkeit, den wirtschaftlichen Austausch zwischen den beiden Ländern zu intensivieren. Darüber hinaus kündigte Cassis den Start eines Kulturförderungsprogramms in Nordafrika an, das in Zusammenarbeit mit dem Arab Fund for Arts and Culture (AFAC) durchgeführt wird.