Die frühere Schweizer Bundesanwältin und Chefanklägerin des Haager Tribunals, Carla Del Ponte, will nichts von einer geheimen Absprache zwischen der Schweiz und der palästinensischen Befreiungsorganisation PLO wissen. Sie hatte die Akte «Würenlingen» 1995, also 25 Jahre nach dem Absturz der Swissair-Maschine, nochmals geöffnet, um neu zu ermitteln.

In der Akte hätten sich keine Angaben über eine Anweisung des Bundesrates befunden, die der PLO Straffreiheit garantiert hätten. Dies sagte sie am Rande einer Veranstaltung in Zürich gegenüber «Radio SRF».

Flugzeugabsturz Würenlingen

Die Swissair-Maschine war am 21.Februar 1970 über Würenlingen abgestürzt, nachdem an Bord eine Bombe explodiert war. Für den Terrorakt hatte eine Gruppe um den Palästinenser George Habash die Verantwortung übernommen. Obwohl die Verantwortlichen bekannt sind, war es nie zu einer Anklage gekommen.

Der Fall erscheint heute unter einem neuen Licht, nachdem der Journalist Marcel Gyr in seinem neuen Buch dargelegt hatte, dass der damalige, zuständige Bundesrat Pierre Graber mit der PLO eine Vereinbarung getroffen habe: Straffreiheit für die Terroristen, dafür würden diese die Schweiz mit Terrorakten verschonen. (jk)

Neues Buch, brisante Enthüllungen

Neues Buch, brisante Enthüllungen

Der Flugzeugabsturz von Würenlingen soll nie aufgeklärt worden sein, um die Schweiz vor Anschlägen zu schützen. Dies behauptet ein NZZ Journalist in seinem Buch.

Flugzeugabsturz in Würenlingen: "Goodbye Everybody"

Goodbye Everybody: Flugzeugabsturz in Würenlingen vor 45 Jahren

So verabschiedete sich der Pilot von den Passagieren. Vor 45 Jahren stürzte ein Swissair-Flugzeug über Würenlingen nach einer Bombenexplosion ab.