Armut und Hunger

Caritas fördert mit Weihnachtssammlung kleinräumige Landwirtschaft

Bauer bei der Reisernte in Thailand (Symbolbild, Archiv)

Bauer bei der Reisernte in Thailand (Symbolbild, Archiv)

Die Caritas Schweiz will mit ihrer Weihnachtssammlung die kleinräumige Landwirtschaft fördern. Knapp eine Milliarde Menschen hungert. Umweltkatastrophen vernichten Ernten; Reis, Mais und Weizen sind für viele unerschwinglich.

Nachhaltige Produktion schaffe hier Abhilfe, sagt Caritas. Das Hilfswerk startete die Sammelaktion am Montag. Wie es mitteilt, mutet es fast als Hohn an, wenn die Weltgemeinschaft verkündet, im Rahmen der Millenniums-Entwicklungsziele bis 2015 Armut und Hunger halbieren zu wollen. Gleichzeitig sei aber die Zahl der chronisch Hungernden um 150 Millionen gestiegen.

Dabei würden mehr Nahrungsmittel produziert denn je. Mit der 2008 erzielten Getreideernte von über zwei Milliarden Tonnen liessen sich mehr Menschen ernähren, als es gibt. Agrartreibstoff und Tierfutter verzehrten aber die Hälfte der Erntemenge.

So fehlen Lebensmittel. 1,4 Milliarden Menschen leben von weniger als 1,25 Dollar im Tag in extremer Armut. Die Verdoppelung der Lebensmittelpreise in den letzten Jahren bedroht ihre Existenz.

Um kurzfristig etwas gegen den Hunger zu unternehmen, brauchten die Hilfsorganisationen mehr Geld für die Lebensmittelhilfe, schreibt Caritas. Langfristig bietet das keine Lösung. Die weltweite Entwicklungshilfe muss sich gemäss dem Hilfswerk auf kleinbäuerliche, nachhaltige Produktion konzentrieren.

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