Cannabishaltige Fertigarzneimittel sollen vor allem bei Schmerzpatienten und Sterbenskranken eingesetzt werden. Der Handel und die Verwendung von Cannabis zu Rauschzwecken bleibt weiterhin verboten.

Die Drogenbeauftragte Mechthild Dyckmans erklärte in Berlin, dies sei "ein wichtiger Schritt" zur Verbesserung der Schmerztherapie für Schwerstkranke. Auch die Versorgung von schwerstkranken Menschen in stationären Hospizen und im Rahmen der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung werde verbessert.

Die Patienten könnten künftig frei und selbstbestimmt entscheiden, ob sie ambulant in der gewohnten häuslichen Umgebung, im stationären Hospiz oder vollstationär im Spital versorgt werden wollen, sagte Dyckmans.

Cannabishaltige Arzneimittel werden unter anderem bei Menschen mit Multipler Sklerose als Therapie gegen spastische Schmerzen eingesetzt.