Calmy-Rey sagt 1. August-Rede ab - wegen Dorfposse

Bundesrätin Micheline Calmy-Rey wollte in Zunzgen ihre Ansprache zum diesjährigen 1. August halten. Das gefiel aber nicht allen im Baselbieter Dorf. Und setzt die Bundesrätin der Dorfposse ein Ende: Sie hat den Auftritt abgesagt.

Drucken
Teilen
Aussenministerin Micheline Calmy-Rey (Archiv)

Aussenministerin Micheline Calmy-Rey (Archiv)

Keystone

Die kleine Oberbaselbieter Gemeinde Zunzgen schaffte eine kleine Sensation und gewann Bundesrätin Micheline Calmy-Rey als 1.-August-Rednerin. Doch statt sich über den höchsten Besuch in der Dorfgeschichte zu freuen, probten die Einwohner den grossen Aufstand und erzwangen eine Referendums-Abstimmung an der Urne. Grund waren die Kosten von 30000 Franken, die der Auftritt gekostet hätte.

Doch jetzt haben die Zunzger das Spiel mit der direkten Dörfli-Demokratie zu weit getrieben: Calmy-Rey sagt ihren Besuch ab, wie der «Beobachter» in seiner jüngsten Ausgabe schreibt.

Pressesprecher Adrian Sollberger erklärt, dass Micheline Calmy-Rey zwar den direkten und ungezwungenen Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern sehr schätze, weshalb sie sich über die Einladung von Zunzgen gefreut habe. «Sie will jedoch vermeiden, dass der Bevölkerung und den Behörden durch ihre Teilnahme allfällige Schwierigkeiten entstehen. Eine Bundesfeier solle ein Anlass der Freude sein. Aus diesem Grund sieht sie nun von der Teilnahme ab.»

Aktuelle Nachrichten