Burma

Burmas Oppositionsführerin Suu Kyi trifft westliche Diplomaten

Oppositionsführerin Aung Suu Kyi (Archiv)

Oppositionsführerin Aung Suu Kyi (Archiv)

Die unter Hausarrest stehende Oppositionsführerin Burmas, Aung San Suu Kyi, hat sich mit westlichen Diplomaten getroffen. Mit Erlaubnis des Militärs sprach die Friedensnobelpreisträgerin sprach mit Vertretern Australiens, der USA und Grossbritanniens.

Suu Kyis Anwalt sagte, bei dem Treffen sei es um eine Lockerung der Sanktionen gegen Burma gegangen. Ein Sprecher der US-Botschaft sagte, die Delegation habe von der Politikerin im direkten Gespräch eine Einschätzung der Lage in Burma erhalten wollen.

Am Mittwoch hatte sich Suu Kyi zum zweiten Mal innerhalb einer Woche mit Arbeitsminister Aung Kyi getroffen, der in der Militärregierung auch für den Kontakt zu der prominenten Oppositionsführerin zuständig ist.

Ende September hatte Suu Kyi der Militärjunta Vorschläge unterbreitet, wie die Aufhebung der vom Westen verhängten Sanktionen gegen das Land erreicht werden könnte. Die Treffen könnten auf den Beginn eines Dialoges zwischen der Oppositionsführerin und der Militärregierung hindeuten.

Suu Kyi war Anfang August zu weiteren 18 Monaten Hausarrest verurteilt worden, weil sie mit der Aufnahme eines ungebeten bei ihr aufgetauchten US-Bürgers gegen die Auflagen ihres bereits bestehenden Arrests verstossen haben soll. Der Junta wird vorgeworfen, die Oppositionsführerin von den im kommenden Jahr anstehenden Wahlen fernhalten zu wollen.

Aus den zuletzt im Mai 1990 abgehaltenen Wahlen war Suu Kyis Nationale Liga für Demokratie (NLD) als klare Siegerin hervorgegangen. Die Junta erkannte das Ergebnis jedoch nicht an.

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