Burma

Burmas Junta nimmt Prozess gegen Suu Kyi wieder auf

Bürgerrechtlerin Suu Kyi (Archiv)

Bürgerrechtlerin Suu Kyi (Archiv)

Der Prozess der burmesischen Militärregierung gegen die Bürgerrechtlerin Aung San Suu Kyi in Rangun verzögert sich weiter. Die Verteidigung habe am Dienstag noch einmal Gelegenheit, die Argumente der Anklage zu erwidern, hiess es aus Gerichtskreisen.

Die Verteidiger der insgesamt vier Angeklagten sowie die Anklage hatten zuvor ihre Plädoyers gehalten. Einzelheiten aus der Verhandlung, die im berüchtigten Insein-Gefängnis in der Hafenstadt Rangun abgehalten wird, wurden zunächst nicht bekannt. Auch wann es zu einem Urteil in dem vom Westen als Schauprozess verurteilten Verfahren kommt, ist unklar.

Die Friedensnobelpreisträgerin ist angeklagt, weil sie die Auflagen ihres Hausarrests verletzt haben soll. Der US-Amerikaner John Yettaw war im Mai durch einen See zu dem streng bewachten Anwesen geschwommen, in dem Suu Kyi unter Arrest lebte - angeblich, um sie vor einem Anschlag zu warnen.

Suu Kyi hatte den ungebetenen Gast zwei Tage lang beherbergt - und steht deshalb genauso wie der Amerikaner und zwei ihrer Haushaltshelferinnen vor Gericht. Yettaw hatte bereits im November 2008 versucht, mit Suu Kyi Kontakt aufzunehmen, was die Bürgerrechtlerin nach Angaben ihrer Verteidiger auch den Behörden gemeldet hatte.

Suu Kyi hatte 1990 aus der Opposition heraus die Wahlen in Burma klar für sich entschieden. Die Militärregierung erkannte ihren Wahlsieg aber nicht an. In den vergangenen 19 Jahren war sie vom Regime daraufhin 13 Jahre lang unter Arrest gehalten worden.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1