Schweiz - Burma

Burma-Spendenaktion: Schweizer Hilfswerke ziehen positive Bilanz

Soforthilfe in Burma angekommen

Soforthilfe in Burma angekommen

Im ersten Jahr nach dem Wirbelsturm «Nargis» in Burma hat die Glückskette in Zusammenarbeit mit neun Hilfswerken rund 20 Projekte realisieren können. In den Projekten ging es um Soforthilfe, wie die Glückskette in einem Communiqué mitteilte.

Für die Projekte setzte die Organisation rund vier Millionen Franken ein. Mit den Spenden seien auch Projekte zum Wiederaufbau von Hütten, Häusern und Schulen unterstützt worden, heisst es. Auch seien Projekte zur Existenzsicherung - Fischerboote, Netze, Wasserversorgung - umgesetzt worden.

Eine Dreiviertelmillion Franken stehen der Glückskette noch zur Verfügung. Der Spendenaufruf hatte vor einem Jahr innert weniger Wochen 4,73 Millionen Franken Spenden eingebracht.

Caritas Schweiz teilte mit, der Bedarf nach Wiederaufbauhilfe in Burma sei auch ein Jahr nach der Katastrophe "enorm". Das Engagement der Organisation werde bis mindestens Herbst 2010 dauern, heisst es in der Mitteilung. Rund eine Million Menschen leben noch in provisorischen Behausungen.

Hilfsorganisationen beklagen, dass für die Opfer nur ein Bruchteil von dem gespendet worden sei, was für die Opfer des Tsunamis vor vier Jahren zusammenkam. Durch den Tsunami waren rund 220 000 Menschen ums Leben gekommen, durch Zyklon Nargis etwa 140 000. Nargis verwüstete das Irrawaddy-Delta im Süden Burmas in der Nacht vom 2. auf den 3. Mai 2008.

Menschenrechtler verlangen vom Militärregime in Burma zudem die Freilassung von 21 Menschen, die wegen ihrer Hilfe für Opfer des Zyklons "Nargis" inhaftiert sind.

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