1:12-Initiative
Bürgerliche nehmen FDP das Dossier weg: Jetzt soll die SVP 1:12 bodigen

Die FDP werde bei der Bekämpfung der 1:12-Initiative den Lead übernehmen. Das hatten die Generalsekretäre ausgehandelt. Doch das passt nicht allen. Denn die FDP habe den Touch von Economiesuisse und der Zürcher Bahnhofstrasse.

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Juso-Aktivisten lancieren die 1:12-Initiative

Juso-Aktivisten lancieren die 1:12-Initiative

Keystone

Diese Woche gab die FDP bekannt, dass sie bei der Bekämpfung der 1:12-Initiative den Lead übernehmen werde. Das hatten die Generalsekretäre von SVP, FDP, CVP, BDP und GLP so miteinander ausgehandelt.

Den bürgerlichen Präsidenten hingegen passte der Deal nicht. «Das ist kein Misstrauensvotum gegen die FDP», sagt CVP-Chef Christophe Darbellay zur Zeitung «Schweiz am Sonntag». «Aber die FDP hat den Touch von Economiesuisse und der Bahnhofstrasse.»

Darbellays Fazit: «Es ist besser, wenn die SVP hier den Lead übernimmt.» Die anderen bürgerlichen Parteipräsidenten teilen Darbellays Meinung.

An einer adhoc speziell dafür anberaumten Sitzung am Donnerstagnachmittag sprachen sich die meisten Teilnehmer offenbar für die SVP und gegen die Freisinnigen aus. Die Wähler der FDP lehnten die 1:12-Initiative eh grossmehrheitlich ab.

Wen man überzeugen müsse, sei die Basis von CVP und SVP, so der Tenor. SVP-Präsident Toni Brunner habe Interesse signalisiert, sagen mehrere Parteipräsidenten.

FDP-Präsident Philipp Müller und sein Generalsekretär Stefan Brupbacher reagierten zuerst verärgert.

Doch Mittlerweile gibt sich Müller versöhnlich: «Wenn die SVP es machen will, dann soll sie es tun. Dann wollen wir aber nochmals über die Verteilung der anderen Vorlagen reden.» (sha)

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