Burgdorf

Burgdorf: Mehr Energie ist gefordert

Burgdorf hat zwar das Label der Energiestadt erhalten - es muss jedoch einiges verbessert werden.

Energiestadt

Burgdorf hat zwar das Label der Energiestadt erhalten - es muss jedoch einiges verbessert werden.

Label Energiestadt knapp erhalten – vieles muss besser werden Beinahe hätte Burgdorf die dritte Auszeichnung als Energiestadt verpasst. Nur die Mobilität ist vorbildlich in der Emmestadt, alles andere aber stark verbesserungswürdig.

Kathrin Schwab

Zum dritten Mal erhält Burgdorf die Auszeichnung «Energiestadt». Die erforderlichen 50 Prozent wurden um nur gerade zwei Prozent übertroffen. Der Energieberater Christian Zeyer gibt zwei Gründe für diese tiefe Punktzahl an: Einerseits habe sich der Anforderungskatalog geändert und die Kriterien seien schärfer geworden. Andererseits seien teilweise geplante Massnahmen im Sand verlaufen.
Die Emmestadt konnte vor allem bei der Mobilität punkten. Beispielsweise werden dort Fuss-, Velo- und öffentlicher Verkehr gezielt gefördert, vornehmlich in der Begegnungszone, wie Baudirektor Martin Kolb (FDP) ausführt.

Deutliche Mängel treten aber bei der Energiebewirtschaftung und Energiepolitik auf. Um diese Mängel zu beheben, hat der Gemeinderat einen Massnahmenplan verabschiedet; dieser beinhaltet unter anderem, dass eine Energiestrategie mit konkreten Zielen erarbeitet wird. Innerhalb der Strategie sollen auch entsprechende Vorgaben an die Localnet AG gestellt werden, «egal wie die Abstimmung am 17. Mai über den Verkauf der Localnet AG ausgeht», so Kolb. Zudem soll das Thema Energie bei allen Prozessen - sei das beim Bau von Gebäuden oder beim Kauf von neuen Gemeindefahrzeugen - von Anfang an einfliessen.

Pionierstadt mit innovativen Projekten

«Mit diesem energiepolitischen Massnahmenprogramm hat sich Burgdorf für die nächsten Jahre ehrgeizige, aber durchaus realistische Ziele gesetzt», sagt Walter Kubik, Vertreter Trägerverein Energiestadt.

1998 durfte sich Burgdorf als eine der ersten Städte im Kanton «Energiestadt» nennen. Die Emmestadt sei somit über Jahre eine Pionierstadt mit innovativen Projekten gewesen, so Stadtpräsidentin Elisabeth Zäch (SP). Da alle vier Jahre ein Re-Audit stattfindet, in welchem gemessen und kontrolliert wird, ob eine Gemeinde oder Stadt die Auszeichnung weiter verdient, kann sich Burgdorf nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern muss seine Energiepolitik verbessern, sagt Zeyer. Der Gemeinderat sei sich einig, dass Burgdorf diesen Weg weitergehen solle: «Als Stadt wollen wir ein Vorbild bleiben», so Zäch.

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