Burgdorf

Die Stadt Burgdorf BE erhält am Bahnhof definitiv gedeckte Velo- und Mofa-Abstellplätze sowie eine neue bewachte Velostation. Der Stadtrat hiess am Montagabend die Vorlage gut und stimmte dem Baukredit von fast 875 000 Franken zu.

Merken
Drucken
Teilen

FDP-Gemeinderat Martin Kolb erläuterte die Vorlage. Seitens der SBB würden 1000 Veloabstellplätze sowie 150 Park- und Ride-Parkplätze verlangt. Letztere realisiere, finanziere und betreibe die SBB. Für die Veloabstellplätze sei aber die Stadt zuständig. Die SBB würden sich mit 30 Prozent an den Kosten beteiligen. Dies nur, wenn das von ihnen standardisierte System der so genannten «Doppelparker» eingesetzt würde.

Zwei Projekte sind laut Kolb vorgesehen: Die erste Anlage soll im Bereich des neuen Gleises 11 gebaut werden. Sie sieht 374 Velo- und 22 Mofa-Abstellplätze vor. Auch die bewachte Velostation sei dort vorgesehen. Die zweite Anlage solle im Bereich des heutigen Velostations-Provisoriums entstehen. Hier sind 208 Velo- und 14 Mofa-Abstellplätze vorgesehen.

Insgesamt würden noch 300 Plätze fehlen. Diese seien auf der Nordseite des Bahnhofs zu einem späteren Zeitpunkt geplant. Für den gesamten Bau sind in der mittelfristigen Finanzplanung 2,4 Millionen Franken vorgesehen. Auch der Kanton Bern leiste neben den SBB einen Beitrag. Er bezahle 150 Franken pro gedeckten Abstellplatz und 250 Franken pro Abstellplatz in der bewachten Velostation. Total belaufen sich die Kosten für die Stadt Burgdorf auf fast 875 000 Franken.

Rolf Ingold (SVP), Mitglied der Geschäftsprüfungskommission, erklärte: «Die heutige Situation zeigt, dass das Bedürfnis nach Veloabstellplätzen sehr gross ist.» Eine definitive Lösung sei nötig. Die Ausführungen müssten durch die SBB vorgenommen werden, «sonst beteiligen sie sich nicht an den Kosten». GFL und SP freuten sich über die Vorlage.

Diese unterstützten zwar auch die EVP und FDP. Sie ärgerten sich jedoch über die relativ teure Vorgabe der SBB. Martin Kolb erwiderte: «Die SBB sind sehr schwierige Verhandlungspartner – sie gehen kaum Kompromisse ein.» Das Parlament sah dies ein und hiess die Vorlage mit 35 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung gut. (mz/com/fwb/kwi)