Schweiz

Bundesstrafgericht: IS-Unterstützer soll verwahrt werden

Das Bundesstrafgericht in Bellinzona.

Das Bundesstrafgericht in Bellinzona.

Vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona hat Bundesstaatsanwalt Kaspar Bünger am Mittwochmorgen die Verwahrung des angeklagten 52-jährigen Irakers gefordert.

Der Bundesstaatsanwalt antizipierte diese Forderung zu Beginn seines Plädoyers. Die Verwahrung sei «eine ultima ratio»; nur so könne sich die Gesellschaft vor gefährlichen Personen wie dem Beschuldigten schützen, sagte er. Den gesamten Strafantrag wird der Staatsanwalt am Ende seines Plädoyers stellen.

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, von der Schweiz aus vielfältige Aktivitäten für die verbotene terroristische Organisation IS entwickelt zu haben. Der Mann war im Mai 2017 in einer Asylunterkunft im Thurgau verhaftet worden und sitzt seither in Untersuchungs- beziehungsweise Sicherheitshaft. Der Iraker mit kurdischen Wurzeln lebt seit 22 Jahren in der Schweiz.

Der Beschuldigte hatte am Dienstag alle in der Anklageschrift enthaltenen Anklagepunkte zurückgewiesen. Für den Mittwoch ist neben dem Strafantrag des Anklägers auch das Plädoyer der Verteidigung vorgesehen. Das Datum der Urteilseröffnung ist noch offen.

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