Burkhalter-Nachfolge

Bundesratskandidatin Moret musste Privates preisgeben

Der Sorgerechtsstreit von Bundesratskandidatin Isabelle Moret wurde plötzlich Thema bei der FDP-Prüfung.

Bei der Nachfolge von Didier Burkhalter (57) prüft eine Kommission aus Ständerat Thomas Hefti (GL) und Ex-Stöckli-Vertreter Felix Gutzwiller (ZH) die drei am Freitag in Neuenburg von der FDP-Fraktion ins Rennen geschickten Bewerber Ignazio Cassis (TI), Isabelle Moret (VD) und Pierre Maudet (GE). Wie mehrere anwesende FDP-Exponenten berichten, kam es dabei zu einem pikanten Zwischenfall. Hefti wies Moret bei ihrer Präsentation darauf hin, dass sie – wie zwischen der Prüfungskommission und ihr abgemacht – der Fraktion noch eine Angabe über ein laufendes juristisches Verfahren machen müsse.

Als Moret nichts sagte, informierte der Glarner Rechtsanwalt die National- und Ständeräte. Die Waadtländerin stehe im Moment vor Bundesgericht. Grund sei ein Rechtsstreit mit ihrem Mann über Unterhaltszahlungen für ihre beiden Kinder.

Bekannt ist, dass Moret von ihrem Mann getrennt lebt. Die beiden haben zwei Kinder im Alter von elf und sieben Jahren. Der Vater kümmere sich trotz der Trennung immer noch um seine Kinder, erklärte die Waadtländerin in Interviews, als sie ihre Kandidatur bekannt gab.

Offensichtlich wollten Hefti und Gutzwiller kein Risiko eingehen und sichergehen, dass die FDP-Exponenten auch diese Information über die Juristin haben, bevor sie grünes Licht geben, damit Moret am 20. September in den Ring steigen kann.

Meistgesehen

Artboard 1