Strassenverkehr

Bundesrat will Integration des «CH» ins Nummernschild prüfen

Eigentlich wäre er bei Fahrten ins Ausland obligatorisch: Der CH-Kleber am Auto.

Eigentlich wäre er bei Fahrten ins Ausland obligatorisch: Der CH-Kleber am Auto.

Eine vor kurzem lancierte Volksinitiative fordert, dass Autofahrerinnen und Autofahrer ihr Fahrzeug im Ausland nicht mehr mit einem CH-Kleber versehen müssen. Das «CH» soll ins Nummernschild integriert werden. Der Bundesrat will das prüfen.

Aus seiner Sicht erfüllt der CH-Kleber zwar seinen Zweck. Er sei günstig und einfach in der Anwendung, schreibt der Bundesrat in seiner am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf einen parlamentarischen Vorstoss.

Allerdings stehe die Schweiz bei den Kontrollschildern ohnehin vor einer Herausforderung: In bevölkerungsreichen Kantonen werde der Vorrat an Nummern, welche man mit sechs Ziffern bilden könne, bald erschöpft sein. Eine Neugestaltung der Kontrollschilder werde spätestens dann unumgänglich, schreibt der Bundesrat.

In diesem Rahmen werde er neben weiteren Optimierungen auch den Ersatz des CH-Klebers durch die Integration des Landeszeichens ins Kontrollschild prüfen. Für die Revision der Kontrollschildvorschriften liege aber noch kein verbindlicher Zeitplan vor, heisst es weiter.

Erkundigt hatte sich FDP-Ständerat Andrea Caroni (AR). So sinnvoll das Anliegen der Volksinitiative erscheine, so übertrieben erscheine die Wahl der Mittel, schreibt er in seiner Interpellation. Er fragte den Bundesrat, ob er bereit sei, den CH-Kleber abzuschaffen und in die Nummernschilder zu integrieren.

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