Datenschutz

Bundesrat will Informationen über Autobesitzer besser schützen

Namen und Adressen von Haltern sollen nur bei Unfällen herausgegeben werden

Namen und Adressen von Haltern sollen nur bei Unfällen herausgegeben werden

Besserer Datenschutz für Autofahrer: Künftig soll es nicht mehr möglich sein, aufgrund der Autonummer direkt an Informationen über den Halter zu kommen. Der Bundesrat schlägt eine entsprechende Gesetzesänderung vor.

So sollen Privatpersonen nur noch im Zusammenhang mit einem Unfall oder mit Blick auf ein Verfahren Einsicht in die Daten erhalten, wie es in einer Mitteilung des Bundesamts für Strassen (ASTRA) vom Dienstag heisst. Hierzu müssen sie einen schriftlichen Antrag ans kantonale Strassenverkehrsamt stellen.

Das Parlament soll sich in der nächsten Frühlingssession mit dieser Gesetzesänderung befassen. Dem Bundesrat geht es dabei um den besseren Daten- und Persönlichkeitsschutz: Heute gelangt man problemlos über den Autodindex in Buchform oder per SMS an Informationen über Fahrzeughalter.

In den meisten Kantonen lässt sich somit einfach ermitteln, wer wo wohnt. Mit den wachsenden Möglichkeiten der Verknüpfung von Daten sei das Risiko von Missbräuchen stark angestiegen, schreibt das ASTRA. Frei zugänglich wären die Daten aber weiterhin für Behörden und die Polizei.

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