Verkehr

Bundesrat verzichtet auf umstrittene Umweltetikette

Bundesrat will keine Umweltetikette (Archiv)

Bundesrat will keine Umweltetikette (Archiv)

Der Bundesrat verzichtet auf die umstrittene Umweltetikette für Autos. Er will die Energieetikette beibehalten, diese aber verbessern. Künftig sollen CO2-Ausstoss und Energieverbrauch klarer dargestellt werden.

Die Umweltetikette, die über die gesamte Umweltbelastung eines Fahrzeuges informiert hätte, wird nicht eingeführt. Zur Diskussion stand auch eine CO2-Etikette.

Diese hätte einen gewichtsunabhängigen Bewertungsmassstab angelegt. Der Bundesrat verwarf aber am Freitag auch diese Variante, wie das Umweltdepartement (UVEK) mitteilte.

In der Anhörung war die Umweltetikette auf heftige Kritik gestossen, und zwar von verschiedenen Seiten. Die Autoverbände bemängelten die Verwendung von Punkten, die neben dem CO2-Ausstoss auch die Emission der Luftschadstoffe, den Lärm und die Umweltwirkung bei der Treibstoffherstellung bewertet hätten.

Die Umweltverbände kritisierten, dass die Energieeffizienz einen zu starken Einfluss auf die Bewertung hätte. Damit könnten auch schwere Fahrzeuge mit hohem Treibstoffverbrauch in den besten Kategorien eingestuft werden.

Der Bundesrat hat nun entschieden, die Idee fallen zu lassen. Mit der Beibehaltung der Energieetikette sei die Kontinuität in der Kundeninformation und in der Zusammenarbeit mit dem Automobilgewerbe sichergestellt, schreibt das UVEK.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1